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Mitteldeutscher Rundfunk sendet Neue Heimat Texas über sorbische Auswanderung im November

Der Mitteldeutsche Rundfunk zeigt die 55‑minütige Dokumentation Neue Heimat Texas über sorbische Auswanderer aus der Lausitz nach Serbin in Texas. Der Film läuft Anfang November im MDR‑Fernsehen und ist in der ARD‑Mediathek abrufbar.

Kurzmeldung

Der Mitteldeutsche Rundfunk kündigt für Anfang November die Ausstrahlung der Dokumentation Neue Heimat Texas – Auf den Spuren sorbischer Auswanderer an. Der 55 Minuten lange Film läuft im MDR‑Fernsehen und ist in der ARD‑Mediathek verfügbar. Produziert wurde in obersorbischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Regie führen Roman Nuck und Clemens Schmidt. Die Dokumentation folgt biografischen Spuren von Familien aus der Lausitz, die im 19. Jahrhundert nach Nordamerika auswanderten und in Serbin (Texas) eine neue Gemeinde gründeten. Der Film verknüpft Aufnahmen aus sächsischen und brandenburgischen Orten der Lausitz mit aktuellen Bildern aus Serbin und rekonstruiert die Atlantiküberfahrt, unter anderem am Beispiel des Seglers Ben Nevis.

Nach Senderangaben ordnet die Produktion persönliche Schicksale in damalige Rahmenbedingungen ein: landwirtschaftliche Engpässe und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit in Teilen der Lausitz, religiöse Bindungen sowie die Aussicht auf Arbeit und Gemeindeleben in Texas werden als wesentliche Motive benannt. Die Filmerzählung zeigt außerdem, wie Sprache, Kirchgemeinden und Bräuche in der Diaspora fortgeführt wurden und welche Spuren sorbischer Identität vor Ort bis heute sichtbar sind. Konkrete historische Detailzahlen und genealogische Schlussfolgerungen thematisiert der Film selektiv; für vertiefte Forschung verweisen Sendematerialien auf Archivquellen.

Die Redaktion des MDR rahmt den Beitrag mit ergänzenden Formaten. Das sorbische Magazin Wuhladko hat die Entstehung und Schwerpunkte der Dokumentation vorgestellt. Programminformationen bestätigen Laufzeit, Regie und Sprachfassung sowie die Einbindung in die Reihe regionaler Geschichtsformate. Damit setzt der Sender seine Beschäftigung mit Auswanderungsbewegungen aus Ostdeutschland fort.

Ausgangspunkt und aktueller Anlass der Berichterstattung sind die fest terminierten Ausstrahlungen im MDR‑Fernsehen und die Bereitstellung in der ARD‑Mediathek. Der Beitrag richtet sich an ein Publikum in Sachsen und Brandenburg ebenso wie an historisch Interessierte bundesweit. Im Vordergrund steht die Frage, wie Minderheitenkulturen Migrationserfahrungen weitergeben und im neuen Umfeld verankern. Prognosen über eine mögliche Fortsetzung oder ergänzende Projekte sind bislang nicht angekündigt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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