Zwei der bekanntesten Festivals in Bayern setzen 2027 aus oder ändern ihr Format deutlich: Das Modular Festival in Augsburg und der Chiemsee Reggae Summer in Übersee haben am 20. Oktober 2026 entsprechende Schritte angekündigt. Beide Entscheidungen markieren einen Einschnitt in der bayerischen Festivallandschaft für das kommende Jahr.
Für das Modular Festival erklärte der Veranstalter Stadtjugendring Augsburg, „Modular 2027“ werde nicht in der bisherigen Form stattfinden. Zugleich kündigte er an, Konzept, Produktion und Finanzierung zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Als Hauptgründe werden gestiegene Produktionskosten und der Bedarf an einer tragfähigeren Struktur genannt. Konkrete Ersatzformate oder verbindliche Termine für 2027 legte der Veranstalter nicht vor.
Der Chiemsee Reggae Summer teilte nach seinem Comeback im Juni 2026 mit, das Festival werde 2027 pausieren. Nach Angaben der Organisatoren ist eine Rückkehr 2028 das Ziel. Begründet wird die Pause mit betrieblichen und organisatorischen Abwägungen nach dem Neustartjahr. Ob und in welcher Form die Marke fortgeführt wird, soll im Laufe der weiteren Planung präzisiert werden.
Die Schritte spiegeln übergreifende Herausforderungen, die viele Großveranstaltungen derzeit treffen: Kostensteigerungen bei Sicherheit, Logistik und Personal, engere Kalkulationsspielräume, aufwendigere Genehmigungsverfahren sowie unsichere Zuschauerprognosen. In Augsburg kommt hinzu, dass das Modular Festival traditionell stark öffentlich und zivilgesellschaftlich getragen ist; dort wird laut Veranstalter geprüft, wie sich Reichweite, Programm und Finanzierung künftig austarieren lassen. Im Chiemgau steht nach der Rückkehr des Chiemsee Reggae Summer die Konsolidierung des Formats im Vordergrund.
Lokal sind wirtschaftliche Folgen wahrscheinlich: Dienstleister, Kulturschaffende und Gastronomiebetriebe verlieren für 2027 planbare Aufträge und Umsätze. Gleichzeitig betonen beide Veranstalter, die Marken langfristig erhalten zu wollen. Aussagen über genaue Konzepte, Austragungsorte oder Budgets bleiben jedoch vorläufig und sind an weitere Entscheidungen der Kommunen, potenzieller Partner und Förderer gebunden.
Die Ankündigungen stammen von den Festivalbetreibern und wurden von regionalen Medien aufgegriffen. BR24 ordnete die Pausen in eine Reihe ähnlicher Fälle ein, die Branche spricht seit Monaten über steigende Kosten und eine schwierige Gemengelage. Chiemgau24 und die Augsburger Allgemeine berichten übereinstimmend über die Pläne für 2027. Bis zu belastbaren Beschlüssen bleiben die Mitteilungen der Veranstalter die maßgebliche Grundlage; Prognosen zu 2028 sind als Zielmarken formuliert und nicht als Zusage.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).