Kultur

Monet-Gemälde Iris erzielt in Paris 50 Millionen Euro Rekordpreis

Ein bislang nie öffentlich gezeigtes Gemälde Claude Monets ist in Paris für 50 Millionen Euro inklusive Aufgeld versteigert worden – nach Angaben des Auktionshauses ein Rekord für Frankreich.

Ein spätwerkliches Gemälde von Claude Monet mit dem Titel Iris ist am 22. Oktober 2026 bei Sotheby’s in Paris für 50 Millionen Euro inklusive Aufgeld versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses handelt es sich um den höchsten Preis, der je bei einer Kunstauktion in Frankreich erzielt wurde. Internationale Agenturen wie AFP und Reuters bestätigten den Zuschlag kurz nach Auktionsende.

Das Bild gehörte zur privaten Sammlung der Familie Schlumberger und war vor der Versteigerung nie öffentlich ausgestellt worden. Es kam in der Pariser Auktion Le Temps Retrouvé: The Schlumberger Collection zum Aufruf, in der insgesamt 28 Lose angeboten wurden. Sotheby’s hatte Iris im Vorfeld mit 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt und damit bereits die bis dahin höchste Taxe für ein bei einer französischen Auktion angebotenes Gemälde angesetzt.

Sotheby’s ordnet das Werk den Jahren 1924 bis 1925 zu und verortet es in Monets spätem Schaffen in Giverny. Die Arbeit ergänzt das bekannte Spektrum der späten Garten- und Wasserlandschaften des Impressionisten um ein großformatiges, florales Motiv. Das Auktionshaus hob hervor, dass mehrere Stücke aus der Sammlung bislang nicht öffentlich präsentiert worden seien, was die kunsthistorische Relevanz und die dokumentierte Herkunft der Lose unterstreiche.

Der Rekord in Paris gilt als Ausnahme in einem Markt, in dem Spitzenpreise häufig in London oder New York erzielt werden. Fachkommentare werten den Zuschlag als Hinweis auf die stabile Nachfrage nach herausragenden Werken des Impressionismus, insbesondere wenn Provenienz, Zustand und Seltenheit zusammenfallen. Solche Einordnungen spiegeln Einschätzungen von Kunstmarktbeobachtern wider; sie gehen über die reinen Auktionsdaten hinaus.

Die zentralen Fakten – Zuschlagshöhe, Datierung, bisherige Nichtöffentlichkeit und Rekordstatus in Frankreich – basieren auf Mitteilungen von Sotheby’s sowie den Berichten von AFP und Reuters vom 22. Oktober 2026. Angaben zur Sammlung und zum Auktionsrahmen Le Temps Retrouvé: The Schlumberger Collection stammen aus dem Katalog- und Begleitmaterial des Hauses. Über die Identität der Käuferin oder des Käufers wurden keine Informationen veröffentlicht.

Mit dem Ausgang der Versteigerung unterstreicht Paris seine Rolle als bedeutender, wenn auch seltener Schauplatz für Höchstpreise in Europa. Für Museen und Forschung ist die dokumentierte Provenienz solcher Werke von Belang, da sie Zugänge zu bislang unpublizierten Beständen eröffnet. Für den Kunstmarkt markiert Iris zugleich einen neuen Referenzwert für späte Arbeiten Claude Monets in Frankreich.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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