Eine Maschine von Austrian Airlines auf dem Linienflug von Tel Aviv nach Wien ist am Abend des 18. Oktober 2026 nach einer Bombendrohung außerplanmäßig in Sofia gelandet. Das bestätigten die Fluggesellschaft und bulgarische Behörden übereinstimmend. Nach der Landung wurde das Flugzeug abgesichert, die Inspektion durch Einsatzkräfte begann noch in der Nacht.
Nach Angaben der Airline blieben alle 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder unverletzt und wurden kontrolliert von Bord gebracht. Die Lufthansa Group als Konzernmutter von Austrian Airlines erklärte, für den betroffenen Flug sei eine Drohung eingegangen; daraufhin sei die Umleitung nach Bulgarien veranlasst worden. Weitere operative Entscheidungen, darunter Folgetransporte, würden in Abstimmung mit den Behörden getroffen.
Das bulgarische Innenministerium und die zuständigen Flughafendienste richteten nach eigenen Angaben einen Krisenstab ein. Sprengstoffspezialisten und Ermittler untersuchen Maschine, Gepäck und Fracht. Ob sich der Hinweis als begründet erweist oder als Fehlalarm herausstellt, war bis in die Nacht zum 19. Oktober nicht geklärt. Angaben zur Herkunft der Drohung machten die Behörden zunächst nicht.
Der Flug war am Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv gestartet und auf dem Weg nach Wien. Der Umweg nach Sofia gilt in solchen Lagen als Standardverfahren, um eine Sicherheitslage an Bord schnell zu klären und Ressourcen vor Ort zu bündeln. Für betroffene Reisende können sich Verzögerungen und Umbuchungen ergeben; Austrian Airlines kündigte an, die Weiterreise zu organisieren.
Die Vorgänge unterliegen der Ermittlungszuständigkeit der bulgarischen Behörden. Je nach Ergebnis der ersten Befunde ist eine Einbindung österreichischer oder israelischer Stellen üblich, wurde aber zunächst nicht näher erläutert. Öffentlich gesichert sind der Zeitpunkt der außerplanmäßigen Landung, der Streckenverlauf des Flugs sowie die Zahl der an Bord befindlichen Personen. Offen bleiben die Identität möglicher Täterinnen oder Täter, die Art der Drohung und das Ergebnis der technischen Durchsuchungen.
Für Fluggesellschaften in Europa stellen Bombendrohungen seit Jahren ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko dar. Branchenstandards sehen in solchen Fällen die unmittelbare Information der Flugsicherung, eine Prioritätslandung und eine mehrstufige Gefährdungsanalyse vor. Erst nach Abschluss aller Kontrollen entscheiden die Behörden über die Freigabe des Flugzeugs und die Fortsetzung des Betriebs.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).