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Nach Krisengespräch in Ueckermünde bleibt Zukunft der Gießerei offen

Im Rathaus Ueckermünde berieten Politik, Unternehmen und Beschäftigtenvertreter über die angedrohte Schließung der Eisengießerei. Konkrete Zusagen gab es nicht; rund 290 Arbeitsplätze sind weiter gefährdet.

Im Rathaus von Ueckermünde haben am 30. Oktober 2026 Vertreter der Landesregierung, der Kommune, der Unternehmensführung, der IG Metall und des Betriebsrats über die Zukunft der Eisengießerei Ueckermünde beraten. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor nahm an dem Krisengespräch teil. Nach übereinstimmenden Berichten endete das Treffen ohne belastbare Zusagen; die Beteiligten vereinbarten, die Gespräche zeitnah fortzusetzen.

Auslöser ist die Ankündigung der Eigentümerin, der Basibüyük Gruppe, die Produktion zum Jahresende 2026 einzustellen. Davon wären etwa 290 Beschäftigte betroffen. Die Unternehmensleitung verwies in vorangegangenen Stellungnahmen auf anhaltenden Kosten- und Wettbewerbsdruck. Beschäftigte hatten ihren Protest in Ueckermünde zuletzt mit Mahnwachen sichtbar gemacht.

Die Landesregierung ließ nach dem Treffen prüfen, welche Instrumente kurzfristig greifen könnten – von Beratung und Qualifizierung über Transfergesellschaften bis hin zu beihilferechtlich zulässigen Unterstützungen. Konkrete Förderzusagen wurden nicht bekannt. Auch von Gesprächen mit möglichen Investoren war in den Berichten keine Rede. Die Kommune signalisierte, für alternative Nutzungen des Areals offen zu sein, sollte eine Fortführung der Produktion nicht gelingen.

Betriebsrat und IG Metall bekräftigten ihre Forderung, betriebswirtschaftliche Optionen zur Standortsicherung auszuschöpfen. Dazu zählen nach ihrer Darstellung eine transparente Offenlegung der Zahlen, die Prüfung von Energiesenkungen und Prozessinvestitionen sowie Gespräche über Brückenlösungen bei der Nachfrage. Die Unternehmensführung machte hingegen keine neuen Zusagen. Eine Entscheidung über den weiteren Kurs steht damit aus.

Der Konflikt spiegelt eine tiefere Schwäche der Gießereibranche in Deutschland wider. Vor allem Anbieter mit starkem Schwerpunkt auf der Automobilzulieferung kämpfen mit schwankender Nachfrage, hohen Energiepreisen und internationalem Preisdruck. In Mecklenburg-Vorpommern haben ähnliche Fälle in den vergangenen Jahren wiederholt zu regionalen Krisenrunden geführt. Für den Landkreis Vorpommern-Greifswald wäre ein Wegfall der Eisengießerei Ueckermünde angesichts der Bedeutung industrieller Arbeitgeber ein spürbarer Einschnitt.

Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen sollen in den kommenden Tagen weitere Beratungen zwischen Landesregierung, Unternehmensführung, IG Metall und Betriebsrat folgen. Ob sie zu einer Fortführung der Produktion, zu einem Verkauf des Standorts oder zu sozial abgefederten Übergängen führen, ist offen. Für die Beschäftigten bleibt die Lage angespannt; entscheidend werden belastbare Zusagen und ein tragfähiger Zeitplan in den nächsten Wochen sein.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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