Nach dem Fund eines getöteten 37-Jährigen in Osterode am Harz hat der zuständige Haftrichter am Mittwoch, 14. Oktober 2026, Untersuchungshaft gegen einen 29-jährigen Tatverdächtigen angeordnet. Zuvor hatte die Polizei den Mann am Dienstagnachmittag in Osterode festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte Haftbefehl beantragt. Der Beschuldigte wurde in die Justizvollzugsanstalt Rosdorf überstellt.
Eine Spaziergängerin hatte in der Nacht zum Samstag, 10. Oktober, den leblosen Körper des 37-Jährigen an einem Fußweg im Bereich der Söse entdeckt. Nach Angaben der Polizei ergab die rechtsmedizinische Untersuchung, dass der Mann an Schussverletzungen starb. Die Polizei Göttingen richtete daraufhin eine Mordkommission ein und begann mit umfangreicher Spurensicherung im Umfeld des Fundorts. Absperrungen betrafen Anwohnerinnen und Anwohner in dem Wohngebiet.
Im Zuge der Ermittlungen sicherten die Einsatzkräfte Spuren an mehreren Orten, darunter an einem in der Nähe abgestellten Fahrzeug, und befragten Anwohnende sowie mögliche Zeuginnen und Zeugen. Die Behörden machten aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben zu einem möglichen Motiv, zur konkreten Beziehung zwischen Opfer und Beschuldigtem oder zu weiteren Tatbeteiligten. Der 29-Jährige äußerte sich demnach bislang nicht zu den Vorwürfen.
Die Ermittlerinnen und Ermittler führen die Auswertung der Spuren fort. Die Staatsanwaltschaft betonte, der Haftbefehl begründe einen dringenden Tatverdacht und stütze sich auf prozessuale Gründe wie Fluchtgefahr; er sei kein Schuldspruch. Ob und wann Anklage erhoben wird, hängt von den weiteren Ergebnissen der Ermittlungen ab.
Die Polizei Göttingen bittet weiterhin um Hinweise: Personen, die in der Nacht zu Samstag, 10. Oktober, im Bereich Am Röddenberg, Freiheitsstraße oder entlang der Söse Verdächtiges bemerkt haben, sollen sich melden. Weitere Informationen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft nach derzeitiger Lage schrittweise veröffentlichen.
Der Fall hat in Osterode und im Landkreis Göttingen für Verunsicherung gesorgt. Offizielle Stellen verwiesen darauf, dass es bislang keine belastbaren Hinweise auf eine Gefährdung Unbeteiligter gibt. Konkrete Präventionshinweise über den aktuellen Appell an mögliche Zeugen hinaus gaben die Behörden nicht. Ziel der laufenden Maßnahmen sei es, die Tatumstände und die Rolle des Festgenommenen eindeutig zu klären.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).