Drei Wochen nach einem schweren Verkehrsunfall bei Rubenow im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist auch der zweite Fahrgast gestorben. Das bestätigten das Polizeipräsidium Neubrandenburg und der Norddeutsche Rundfunk am 22. September 2026. Die Frau, 75 Jahre alt, war unmittelbar nach dem Unfall am 31. August 2026 an der Greifswalder Chaussee nahe Groß Ernsthof gestorben. Ein 71-jähriger Mitfahrer, der zunächst mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden war, erlag nun ebenfalls seinen Verletzungen. Der 62-jährige Taxifahrer wurde leicht verletzt.
Zum Unfallhergang teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg in seiner Mitteilung vom 31. August mit, das Taxi sei aus Richtung Rubenow in Richtung Groß Ernsthof unterwegs gewesen, als es aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baumstumpf prallte. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 20.000 Euro.
Die Ermittlungen dauern an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stralsund wurde ein Sachverständiger der DEKRA hinzugezogen, um Spurenlage und Fahrzeugzustand zu untersuchen. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an. Sie soll klären, ob die Todesursachen der beiden Verunglückten ausschließlich auf die Unfallfolgen zurückgehen und welche Verletzungsmuster vorlagen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden werden sowohl technische Fragen zum Fahrzeug als auch mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen des Fahrers oder äußere Einflüsse geprüft. Hinweise auf ein bereits festgestelltes strafbares Verhalten liegen derzeit nicht vor.
Die zuständigen Dienststellen betonen, dass belastbare Ergebnisse erst nach Abschluss der forensischen Untersuchungen und der Auswertung der Gutachten vorliegen. Bis dahin geben Staatsanwaltschaft Stralsund und Polizeipräsidium Neubrandenburg nur verifizierte Zwischenschritte bekannt. Für die Verkehrspolizei in der Region steht nach dem tödlichen Unfall auch eine Prüfung der Strecke an der Greifswalder Chaussee im Fokus, insbesondere mit Blick auf Fahrbahnbeschaffenheit, Linienführung und Hindernisse im Seitenraum.
Mit dem zweiten Todesfall richtet sich die Aufmerksamkeit erneut auf die genaue Ursache des Abkommens von der Fahrbahn. Welche Faktoren im Einzelnen zu dem Zusammenstoß geführt haben, ist weiterhin offen. Die Behörden wollen weitere Informationen erst veröffentlichen, wenn Gutachten und Obduktionsergebnisse vollständig vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).