Die Stadt Nauen hat am 29. September 2026 nach erneut größeren Funden im Nauener Stadtwald Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen angekündigt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden in den vergangenen Monaten vermehrt Bauschutt, Sperrmüll, Gartenabfälle, Holz und Erdaushub in dem kommunalen Forstgebiet abgeladen. Die Stadt spricht von „immer größeren Ausmaßen“ und sieht sich mit steigenden Entsorgungs- und Reinigungskosten konfrontiert.
Als Sofortschritt verabredeten die Stadt Nauen und der Landesbetrieb Forst Brandenburg eine engere Zusammenarbeit bei der Dokumentation und Beseitigung der Ablagerungen sowie bei der Ermittlung möglicher Verursacher. Geprüft wird nach städtischen Angaben auch der Einsatz technischer Abschreckungs- und Überwachungsmaßnahmen an ausgewählten Punkten. In Betracht kommt dabei unter anderem eine befristete Videoüberwachung einzelner Problemstellen. Voraussetzung wären datenschutzrechtliche und naturschutzfachliche Prüfungen sowie eine klare Zweckbindung. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.
Der Landkreis Havelland ist für abfallrechtliche Fragen, die Abfallberatung und die regionale Entsorgungsinfrastruktur zuständig. Die Stadt verweist darauf, dass legale Entsorgungswege – etwa über die Wertstoffhöfe – verfügbar sind und deutlich kostengünstiger als die nachträgliche Beräumung wilder Kippen. Mineralischer Bauschutt und Erdaushub gelten als besonders problematisch, weil sie Böden belasten und die Entfernung aufwendig ist.
Hintergrund ist ein in Brandenburg bekanntes Phänomen: Nach Recherchen regionaler Medien wie rbb24 nehmen illegale Ablagerungen an waldnahen Wegen und Zufahrten immer wieder zu, insbesondere bei Sperrmüll und Bauabfällen. Aktuell hebt die Stadt Nauen die Lage im eigenen Stadtforst als dringlich hervor und ruft zur Mitwirkung auf: Verdächtige Beobachtungen sollen zeitnah gemeldet werden, eigenmächtige Entsorgungen sind ordnungswidrig und können strafrechtliche Folgen haben.
Zu den in Nauen diskutierten Präventionsansätzen zählen sichtbare Hinweise an Zufahrten, verstärkte Kontrollen an bekannten Hotspots sowie niedrigschwellige Entsorgungsangebote. Ob technische Überwachung den gewünschten Abschreckungseffekt erzielt, bleibt offen; die Stadt kündigt an, Ergebnisse von Prüfungen und mögliche Pilotversuche gesondert bekanntzugeben. Fest steht: Die wiederholte illegale Ablagerung belastet kommunale Haushalte und kann Umwelt und Grundwasser schädigen. Die Verantwortlichen setzen daher auf eine Kombination aus Räumung, Kontrolle und Aufklärung, um die Situation im Nauener Stadtwald zu entspannen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).