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Neun Festnahmen bei Protest gegen Elbit in Ulm

Bei einer Demonstration gegen die Deutschlandzentrale von Elbit in Ulm sind nach Polizeiangaben neun Personen vorübergehend festgenommen worden. Es wurden 14 Straftaten registriert.

In Ulm sind bei einer Demonstration gegen die Deutschlandzentrale des Rüstungsunternehmens Elbit neun Personen vorübergehend festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei verlief die angemeldete Versammlung überwiegend friedlich. Insgesamt wurden 14 mutmaßliche Straftaten registriert. Die Kundgebung fand am 17. Oktober statt und stand im Zusammenhang mit einem seit dem 14. Oktober bestehenden Protestcamp vor dem Firmensitz.

Die Demonstrierenden forderten die Schließung des Standorts und verwiesen dabei auch auf den Fall Ulm5. Dabei handelt es sich um fünf Personen, die im September 2025 nach einer Aktion in Räumen von Elbit festgenommen wurden und gegen die ein Strafverfahren läuft. Unterstützerinnen und Unterstützer der Kampagne Shut Elbit Down nahmen an der Demonstration teil. Teile des Protestzugs bewegten sich zeitweise in Richtung Münsterplatz, wo ebenfalls Versammlungen stattfanden.

Die Polizei teilte mit, dass sie zunächst keine detaillierten Angaben zu den konkreten Vorwürfen gegen die festgenommenen Personen machen könne. Laut Einsatzkräften blieb der Großteil der Teilnehmenden bei der Versammlung friedlich, einzelne Vorfälle würden nun ausgewertet. Die Organisatoren bezeichneten ihr Vorgehen als friedlich und politisch motiviert und kritisierten polizeiliche Maßnahmen bei früheren Aktionen.

Der Protest reiht sich in eine seit 2025 andauernde Auseinandersetzung um den Ulmer Standort von Elbit ein. Damals hatten Aktivisten die Räume des Unternehmens betreten; seitdem kommt es regelmäßig zu Kundgebungen, Protestcamps und öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Das aktuelle Protestcamp war im Vorfeld angemeldet worden. Für Stadtverwaltung und Polizei bedeuten die wiederholten Versammlungen organisatorische und ordnungsrechtliche Einsätze mit erhöhter Präsenz.

Rechtlich bleiben die laufenden Ermittlungen im Fall Ulm5 sowie die neuen Anzeigen vom 17. Oktober relevant. Welche Folgen die nun registrierten Vorfälle haben, hängt von den Auswertungen der Beweismittel und der Bewertung durch die Staatsanwaltschaft ab. Die Polizei kündigte an, nach Abschluss der ersten Prüfungen weitere Informationen zu veröffentlichen.

Elbit ist ein israelisches Rüstungsunternehmen mit verschiedenen Standorten in Europa. Der Protest in Ulm richtet sich vor allem gegen die Rolle des Unternehmens in internationalen Rüstungsprogrammen. In der Stadt sind die Auseinandersetzungen seit Monaten sichtbar; die Lage blieb am Wochenende trotz der Festnahmen weitgehend ruhig.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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