Ein Neunjähriger aus Poing im Landkreis Ebersberg hat die staatliche Prüfung im Amateurfunkdienst bestanden und sendet seitdem mit dem Rufzeichen DN9KI. Das Porträt bei BR24 nennt den Grundschüler Kirian und ordnet seine Zulassung als außergewöhnlich früh ein. Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur bestätigte dem Sender, die Leistung sei „sehr beachtlich“; Kirian sei „definitiv einer der jüngsten Funkamateure“ in Deutschland.
Der aktuelle Anlass ist die Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks vom 4. Oktober. Demnach beschäftigt sich Kirian seit mehreren Jahren mit Funktechnik, beherrscht Morsezeichen und trainiert regelmäßig an Klubstationen in München. Er nimmt an Wettbewerben teil und nutzt sein persönliches Rufzeichen DN9KI für Verbindungen auf verschiedenen Bändern. Angaben zu seiner individuellen Zukunftsplanung macht der Bericht nicht; Aussagen hierzu wären wertende Spekulation.
Die Bundesnetzagentur führt die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst gesondert. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren in Deutschland rund 61.000 Amateurfunkzulassungen ausgewiesen. Damit bleibt das Feld eine überschaubare, aber aktive Gemeinschaft. Der rechtliche Rahmen sieht eine Prüfung vor, die betriebliche Kenntnisse, Technikgrundlagen und Vorschriften abfragt. Das BR24‑Stück berichtet, Kirian habe dafür etwa ein Jahr gelernt.
Inhaltlich reicht das Hobby von lokalen Direktverbindungen über Raumwellenausbreitung mit Reflexion an der Ionosphäre bis zu digitalen Betriebsarten. Neben dem Eigenbau von Antennen und Empfängern zählen Trainings in Betriebstechnik dazu. Vereine und Lernorte spielen dabei eine Rolle: Der Deutsche Amateur‑Radio‑Club organisiert Ausbildungsangebote, und im Deutschen Museum in München demonstrieren Funkamateure seit Jahrzehnten historische und aktuelle Technik. Für Jugendliche wie Kirian dienen solche Umgebungen als praxisnahe Einstiege.
Der Fall zeigt, dass Technikinteresse früh geweckt werden kann und der Amateurfunk als Ausbildungs‑ und Notfunkressource präsent bleibt. Zugleich unterstreicht er, dass familiäre Unterstützung und Vereinsarbeit entscheidend sind. Die Aussagen zur Einordnung des Alters stammen von der Bundesnetzagentur; sie belegen die besondere Jugend des Prüflings, ohne eine formale Rangliste der Jüngsten zu führen. Weitere personenbezogene Angaben über den Minderjährigen veröffentlicht der Sender aus Schutzgründen nicht.
Für Bayern verweist der Beitrag auf die lebendige Szene in und um München. Mit DN9KI ist nun auch einer der jüngsten lizenzierten Teilnehmer aus dem Freistaat aktiv auf den Bändern – ein sichtbares Signal, dass Nachwuchs im Amateurfunk nachrückt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).