Kurzmeldung
Das niederländische Militär hat ein für November 2026 vorgesehenes Feldtraining auf dem früheren Bundeswehrdepot in Itterbeck (Landkreis Grafschaft Bentheim) vorerst abgesagt und nach eigenen Angaben in die Niederlande verlegt. Das bestätigten der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Provinz Overijssel und die Eigentümergesellschaft in einer gemeinsamen Mitteilung, über die der Norddeutsche Rundfunk am 5. November berichtete.
Geplant war eine Einheit mit rund 250 Rekruten über 14 Wochen. Gründe für die Absage nannten die Beteiligten zunächst nicht. Nach Angaben der Kreisverwaltung war der Standort im südwestlichen Niedersachsen zuvor für Test- und Ausbildungsphasen geprüft worden. Grundlage ist eine Ende September 2026 unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Landkreis und Provinz Overijssel zur vertieften grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, auch im Bereich Sicherheit und Ausbildung.
Das ehemalige Bundeswehrdepot in Itterbeck umfasst rund 110 Hektar mit Hallen, Bunkern und Freiflächen. Die Eigentümergesellschaft sieht das Areal für unterschiedliche Nutzungen geeignet. In regionalen Verlautbarungen war für den Zeitraum ab 2028 zusätzlich eine mögliche längerfristige Nutzung als Trainingseinrichtung für bis zu 500 Personen in Prüfung. Nach Angaben der beteiligten Stellen bleiben diese Gespräche von der aktuellen Absage unberührt.
Kurzfristig entfallen damit geplante logistische und organisatorische Aufgaben in der Grafschaft Bentheim. Zugleich bleibt offen, welche wirtschaftlichen Effekte eine spätere Nutzung für die Region hätte. Landkreis und Provinz betonten, die Verlagerung ändere nichts am Ziel, die Zusammenarbeit fortzuentwickeln. Ein Konzept für die künftige Kooperation werde erarbeitet. Parallel prüft die Eigentümergesellschaft alternative Nutzungen des Geländes, darunter Lagerflächen und Rechenzentren.
Fest steht: Die geplante Ausbildung von Rekruten findet derzeit nicht in Itterbeck statt. Offen ist: Welche konkreten Gründe zur Absage geführt haben und ob das niederländische Militär zu einem späteren Zeitpunkt wieder Übungen in Itterbeck ansetzt. Darüber sollen weitere Verhandlungen und mögliche vertragliche Vereinbarungen entscheiden. Eine Entscheidung über eine dauerhafte Stationierung oder regelmäßige Trainingsfolgen ist bislang nicht getroffen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).