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Oberlausitzer Verein meldet 130 gerettete Rehkitze 2026

Die Oberlausitzer Rehkitzretter ziehen Bilanz: In der Saison 2026 wurden laut Verein 130 Rehkitze und zwei Rotwildkälber vor dem Mähtod gesichert.

Die Oberlausitzer Rehkitzretter haben ihre Saisonbilanz 2026 vorgelegt: Nach Angaben des Vereins wurden in diesem Jahr 130 Rehkitze und zwei Rotwildkälber vor dem Mähtod gerettet. Die Einsätze konzentrierten sich auf Flächen im Raum Weißenberg, Hochkirch und Kubschütz in der Oberlausitz.

Kern der Arbeit sind Wärmebilddrohnen, mit denen ehrenamtliche Teams Grünland abfliegen, bevor Landwirtinnen und Landwirte mähen. Laut Verein wurden in der Saison 69 Einsätze an 25 Tagen geflogen und dabei 742 Hektar abgesucht. 68 Kitze sicherte die eigene Crew; gemeinsam mit befreundeten Pilotinnen, Piloten und Helfenden summierten sich die Funde auf 130 gerettete Rehkitze sowie zwei Rotwildkälber. Fundorte werden an die Betriebe gemeldet, damit Mahdtermine angepasst oder Teilflächen ausgespart werden können. Die Saison 2026 ist abgeschlossen; der Schwerpunkt der Einsätze lag wie üblich in den frühen Morgenstunden im Frühjahr bis zum Frühsommer.

Über die akute Jungtierrettung hinaus verweist der Verein auf Projekte zur Lebensraumverbesserung. Genannt werden die Anpflanzung von Hecken, die ökologische Aufwertung eines Naturteichs im Weißenberger Ortsteil Drehsa sowie ein Auswilderungsprojekt für Fasane. Ziel sei es, Rückzugsräume zu schaffen und die Notwendigkeit kurzfristiger Rettungen perspektivisch zu verringern.

Finanziert wird die Arbeit nach Vereinsangaben vor allem aus Spenden und Crowdfunding. Gewünscht werden zusätzliche Ausrüstung wie eine zweite Drohne oder ein Erdbohrgerät für Pflanzarbeiten. Der Verein betont, dass die enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Jagd für die Wirksamkeit der Einsätze entscheidend ist.

Fachhinweise aus der Praxis der Kitzrettung unterstreichen, dass Drohneneinsätze in den sehr frühen Morgenstunden die besten Trefferquoten erzielen, weil Temperaturkontraste dann am größten sind. Zugleich gilt, Störungen für Wildtiere gering zu halten und Flächen strukturell so zu entwickeln, dass Jungtiere Schutz finden. Regional veröffentlichte Zahlen aus Sachsen deuten seit einigen Jahren darauf hin, dass lokale Initiativen mit Drohnentechnik akute Rettung und präventive Maßnahmen kombinieren. Aus Sicht der Ehrenamtlichen bleibt die Frage, wie Förderprogramme und kommunale Unterstützung verlässlich gestaltet und Mahdplanung sowie Technik künftig breiter koordiniert werden können.

Die genannten Daten, Orte und Projekte stammen aus der Vereinsbilanz und regionalen Berichten; Bewertungen und Ausblicke sind als Einordnung gekennzeichnet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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