Am 18. Oktober 2026 berichtet der Norddeutsche Rundfunk über den Weg einer 23-jährigen Bewerberin aus Braunschweig, die trotz eines Abiturdurchschnitts von 1,7 einen Studienplatz für Humanmedizin an der Universität Göttingen erhielt. Kathrin Gloger, so der Name der Studentin, kombinierte ein bereits vorhandenes Ehrenamt beim Arbeiter-Samariter-Bund, ein anschließendes Freiwilliges Soziales Jahr in einer Notaufnahme und das Bestehen des Test für Medizinische Studiengänge (TMS) — und erzielte damit die für die Zulassung notwendigen Auswahlpunkte. Die NDR-Reportage nennt als Zeitpunkt der Veröffentlichung den 18. Oktober 2026 und berichtet, dass Gloger inzwischen im vierten Semester studiert. ([ndr.de](https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/ohne-bestnoten-ins-medizinstudium-nach-goettingen%2Cstudium-144.html))
Der Einzelfall steht für eine größere Entwicklung: Für das Wintersemester 2025/26 waren die Plätze in Göttingen stark nachgefragt. Nach Angaben der Stiftung für Hochschulzulassung meldeten sich für diesen Standort knapp 18 000 Bewerbungen auf rund 179 Studienanfängerplätze; viele Plätze werden inzwischen nicht allein nach der Abiturnote, sondern über mehrere Auswahlquoten vergeben. Hochschulstart und Auswertungen zur Vergabe im Dialogorientierten Serviceverfahren dokumentieren diese Kennzahlen für das Wintersemester 2025/26. ([hochschulstart.de](https://www.hochschulstart.de/statistik/semesteruebersichten?utm_source=openai))
Rechtlich und organisatorisch stützen sich Zulassungsverfahren in Deutschland seit 2020 zunehmend auf mehrere, schulnotenunabhängige Kriterien; neben dem TMS zählen an vielen Standorten einschlägige berufliche Erfahrung, ein Freiwilligendienst oder ehrenamtliches Engagement zu den anerkannten Leistungen. Ob ein konkreter Dienst wie ein FSJ oder eine Rettungsdienstausbildung angerechnet wird, unterscheidet sich jedoch zwischen den Hochschulen; die Universität Göttingen weist auf ihrer Bewerberseite auf die formal notwendigen Nachweise und Fristen hin. Bewerberinnen und Bewerber sollten daher die verbindlichen Vorgaben der jeweiligen Fakultät prüfen. ([uni-goettingen.de](https://www.uni-goettingen.de/de/640135.html?utm_source=openai))
Bedeutung und Folgen: Fälle wie der geschilderte können den Zugang zum Medizinstudium diversifizieren und machen sichtbar, dass neben Spitzennoten auch praktische Erfahrung und Testergebnisse entscheidend sein können. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage deutlich größer als das Angebot an Studienplätzen, was politische Diskussionen über Ausbaukapazitäten, Landarztquoten und weitere Auswahlkriterien bestärkt. Aussagen der Studentin und der Ehrenamtlichen sind als persönliche Zuschreibungen zu verstehen; die hier genannten Zahlen und Verfahrensregelungen beruhen auf den zitierten Institutionen und Dokumenten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).