Oliver Krügel (CDU) hat die Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gewonnen. Nach dem vorläufigen Endergebnis vom 20. September 2026 erhielt er 53,7 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Manuel Minor (SPD) 46,3 Prozent. Die Amtszeit beträgt regulär acht Jahre.
Die Stichwahl war erforderlich geworden, weil bei der ersten Wahlrunde am 6. September 2026 keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreicht hatte. Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau liegt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz; gewählt wurde unmittelbar durch die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde. Das Ergebnis wurde am Wahlabend als vorläufig bestätigt; erfahrungsgemäß folgt darauf die amtliche Feststellung durch den zuständigen Wahlausschuss.
Krügel ist bislang Stadtbürgermeister von Bad Ems. Mit dem Wechsel an die Spitze der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau wird er künftig die Verwaltung und die strategische Entwicklung des Verbandsgebiets verantworten. Dazu zählen Aufgaben in den Bereichen Finanzen, Feuerwehrwesen, Schulen in Trägerschaft der Verbandsgemeinde, Wasser- und Abwasserbetrieb sowie interkommunale Kooperationen. Welche personellen oder organisatorischen Veränderungen er anstrebt, blieb am Wahlabend offen.
Manuel Minor hatte im Wahlkampf unter anderem auf Verwaltungsmodernisierung und Bürgernähe gesetzt. Krügel wiederum verwies auf seine kommunalpolitische Erfahrung in Bad Ems und plädierte für eine enge Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden. Konkrete Vorhaben, etwa zur Haushaltskonsolidierung oder zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts, dürften in den kommenden Wochen im Verbandsgemeinderat beraten werden. Aussagen zu künftigen Projekten gelten als Ankündigungen und sind vom neuen Amtsträger nach Amtsantritt zu präzisieren.
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau ist 2019 aus der Fusion der Verbandsgemeinde Bad Ems und der Verbandsgemeinde Nassau hervorgegangen. Sie umfasst die Stadt Bad Ems, die Stadt Nassau sowie zahlreiche Ortsgemeinden. Mit dem klaren, wenn auch knappen Vorsprung in der Stichwahl ist der politische Wechsel an der Verwaltungsspitze nun eingeleitet. Der formale Amtsantritt folgt nach der Bestätigung des Wahlergebnisses durch die Wahlbehörde.
Die Wahl am 20. September 2026 stand im Zeichen einer engen Konkurrenz zwischen CDU und SPD auf kommunaler Ebene. Für die nächsten Monate wird erwartet, dass erste Beschlüsse zur Priorisierung von Investitionen vorbereitet werden. Dabei kommt dem Ausgleich zwischen städtischen Zentren und ländlichen Ortsteilen innerhalb der Verbandsgemeinde besondere Bedeutung zu.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).