Bayern

Onlinehandel setzt Bayerns Ortskerne unter Druck, zeigt Bayernstudie 2025

Eine aktuelle Auswertung bestätigt: Der wachsende Onlinehandel hat in Bayern die Besucherfrequenz und die Umsatzstruktur in vielen Innenstädten nachhaltig verändert. Kommunen und Wirtschaftsverbände fordern gezielte Umnutzungen und Förderprogramme.

Am 30. September 2026 zeigen offizielle Erhebungen und jüngere Gutachten, dass der Onlinehandel die Struktur bayerischer Ortskerne wesentlich verändert hat. Die sogenannte Bayernstudie „Handelsstandort Innenstadt 2025“ sowie ergänzende Veröffentlichungen der Industrie- und Handelskammer und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums legen dar, dass sinkende Passantenfrequenzen, Umsatzverlagerungen ins Internet und wachsende Leerstände inzwischen zu den zentralen Herausforderungen für Städte und Gemeinden zählen.\n\nDie Studie aus 2025, erstellt von CIMA Beratung + Management im Auftrag einschlägiger Verbände, dokumentiert für zahlreiche mittlere und kleinere Kommunen rückläufige Besucherzahlen in den traditionellen Einkaufsstraßen und eine zunehmende Konzentration von Umsatz in wenigen Branchen (Lebensmittel, Drogeriewaren, Elektronik).

Zeitgleich gewinnt der E‑Commerce an Marktanteilen, so die Auswertung; das verändert die Mieterstruktur in Innenstadtlagen und erhöht den Druck auf inhabergeführte Fachgeschäfte.\n\nDas Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und die IHK für München und Oberbayern sehen in ihren Publikationen Handlungsbedarf: Gefordert werden Instrumente zur Nachnutzung leerstehender Ladenflächen, stärkere Förderung von Stadtmarketingprojekten sowie Programme zur Verbesserung der Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität. Beispielhaft genannt werden Förderprogramme des Freistaats zur Belebung innerstädtischer Räume und kommunale Initiativen wie Messprojekte zur Erfassung von Passantenströmen, die Erkenntnisse für lokales Standortmanagement liefern.\n\nDie Folgen sind vielfältig: Leerstände beeinträchtigen nicht nur das Einzelhandelsangebot, sondern schwächen auch die ökonomische Basis von Gastronomie und Gewerbe sowie die Innenstadtrepräsentanz als kultureller und sozialer Treffpunkt. Gleichzeitig zeigen die Analysen, dass nicht alle Standorte gleich betroffen sind; Großstädte und zentrale 1a‑Lagen weisen weiterhin vergleichsweise stabile Umsätze auf, während kleinere Städte und periphere Ortskerne stärker schrumpfen.\n\nPolitisch bedeutet dies, dass kurzfristige Hilfe für betroffene Betriebe mit langfristigen Strukturmaßnahmen gekoppelt werden muss.

Vorgeschlagen werden flankierende Maßnahmen wie Neuausrichtung von Ladenflächen, Ansiedlung nichtkommerzieller Nutzungen, Flexibilisierung von Öffnungsregelungen und gezielte Förderprogramme für digitale und hybride Geschäftsmodelle.\n\nTatsachen und Aussagen in diesem Text beruhen auf der Bayernstudie „Handelsstandort Innenstadt 2025“, Veröffentlichungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft sowie Informationsangeboten der IHK für München und Oberbayern vom Jahr 2025 und 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk