Baden-Württemberg

Özdemir ordnet Neubewertung der Sanierung der Stuttgarter Oper an

Ministerpräsident Cem Özdemir hat am 14. September 2026 eine prüfende Neubewertung der geplanten Sanierung der Stuttgarter Oper angekündigt. Anlass sind neue Kostenschätzungen von bis zu zwei Milliarden Euro; Reaktionen reichen von Zustimmung beim Steuerzahlerbund…

Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) hat am 14. September 2026 eine „ergebnisoffene Neubewertung“ der geplanten Sanierung der Stuttgarter Oper angekündigt. Das Ziel der Prüfung ist, neben der bestehenden Sanierungsplanung, auch die Option eines kompletten Neubaus in den Blick zu nehmen; Anlass sind weiter gestiegene Kostenschätzungen für das Gesamtvorhaben, die nach Recherchen auf bis zu zwei Milliarden Euro anwachsen könnten. ([swr.de](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/debatte-um-stuttgarter-oper-verschaerft-sich-100.html?utm_source=openai))

Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen Özdemirs mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper; die Entscheidung verändere den bisherigen Kurs der Landesregierung, berichtete der Südwestrundfunk. Die geplante Sanierung umfasst laut bisherigen Planungen die Modernisierung des historischen Hauses, den Bau einer Ausweichspielstätte sowie eines Kulissenlagers. Gegenwärtig liegen offizielle, frühere Schätzungen bei rund einer Milliarde Euro; SWR-Recherchen und weitere Berichte nennen jedoch Spannen von etwa 1,5 bis 2 Milliarden Euro. ([swr.de](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/debatte-um-stuttgarter-oper-verschaerft-sich-100.html?utm_source=openai))

Die Reaktionen sind geteilt: Der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg begrüßte die Prüfung als verantwortungsvolle Neubewertung angesichts hoher Kosten und unklarer Rahmenbedingungen. Eike Möller, Landesvorsitzender des Verbandes, sagte, eine erneute Prüfung könne die Sanierung verbessern. Dagegen warnen Vertreter aus Kultur und Theatern davor, dass ein Hinauszögern oder ein vollständiges Abwägen des Neubaus die künstlerische und organisatorische Planung der Württembergischen Staatstheater und der Spielzeit gefährden könnte. ([swr.de](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/steuerzahlerbund-begruesst-neue-plaene-zur-opernsanierung-stuttgarter-oper-cem-oezdemir-100.html?utm_source=openai))

Hintergrund sind langjährige Verzögerungen und veränderte Rahmenbedingungen: Bereits in früheren Sitzungen und Recherchen war von einer erheblichen Kostensteigerung die Rede, zudem verschob sich der Zeitplan für Interims- und Sanierungsbauten. Nach Angaben der Projektbeteiligten ist die Finanzierung in einer Form vorgesehen, bei der Land und Stadt die Kosten jeweils zur Hälfte tragen; diese Aufteilung ist in verschiedenen Dokumenten und Experteneinschätzungen genannt worden. ([steuerzahler.de](https://steuerzahler.de/fileadmin/user_upload/Schwarzb%C3%BCcher/Das_Schwarzbuch_2025.pdf?utm_source=openai))

Folgen der Neubewertung sind offen: Entscheidend wird sein, welche Varianten technisch, finanziell und zeitlich geprüft werden und in welchem Zeithorizont eine Entscheidung fällt. Für die Stadt Stuttgart und die Württembergischen Staatstheater stehen Fragen zu Ausweichspielstätten, zu langfristigen Betriebskosten und zu denkmalpflegerischen Pflichten im Raum. Die Landesregierung kündigte an, die Prüfung sachorientiert und unter Einbeziehung fachlicher Gutachten durchzuführen; ein konkreter Zeitplan für den Abschluss der Neubewertung liegt bislang nicht vor. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-oezdemir-stellt-sanierung-der-stuttgarter-oper-infrage-neubau-soll-geprueft-werden-100.html?utm_source=openai))

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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