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Pegel bei Kaub erreicht zwischenzeitlich Rekordtief am Rhein

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung meldete, dass der Pegelstand am Rheinkilometer Kaub am 25. September 2026 zwischenzeitlich nur noch bei wenigen Zentimetern lag. Die Entwicklung verschärft Einschränkungen für die Schifffahrt und die Lieferketten.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) meldete, dass der Pegelstand am Pegel Kaub am 25. September 2026 zwischenzeitlich auf nur noch wenige Zentimeter gesunken sei. Messstellen und Vorhersagesysteme wiesen am Folgetag Werte im einstelligen Bereich aus; Hochrechnungen und lokale Messdaten zeigten Stände von rund zwei bis vier Zentimetern, die damit in die Nähe oder auf ein neues historisches Tief gelangten. Die Meldung wurde von der WSV in den Messdaten auf PEGELONLINE bestätigt und von mehreren Medien aufgegriffen.

Für die Schifffahrt an der Engstelle Kaub, einem der entscheidenden Engpässe auf dem Rhein, hat ein derart niedriger Pegel direkte Folgen: Frachtschiffe müssen ihre Ladung deutlich reduzieren, Schleppverbände fahren mit verringertem Tiefgang, und bestimmte Fahrtstrecken sind nur noch eingeschränkt befahrbar. Die Schifffahrtspolizeiverordnung nennt anhaltend niedrige Kaub-Stände als Auslöser für zeitliche und technische Beschränkungen; die zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämter überwachen die Lage laufend.

Aus der Wirtschaft liegen bereits Meldungen über operative Folgen vor: Logistikunternehmer und Terminalbetreiber signalisieren, dass kurzfristig Mehrkosten durch Umladung, zusätzliche Lkw-Fahrten und Kapazitätsengpässe entstehen können. Das Unternehmen Contargo veröffentlichte aktuelle Pegelstände und Hinweise zu möglichen Kleinwasserzuschlägen, die Reedereien und Verlader betreffen.

Hydrologisch ist der Rhein in diesem Jahr von einer längeren Trockenperiode und hohen Temperaturen betroffen, die bereits im Sommer zu mehrfachen Niedrigwasserphasen geführt hatten. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde liefert die Vorhersagen, auf die sich Wasserstraßenverwaltung und Wirtschaft stützen; die Prognosen geben für die kommenden Tage weiterhin sehr niedrige Stände für Mittel- und Niederrhein an.

Behördliche Sprecher betonten, dass einzelne Messwerte zunächst noch geprüft und offiziell bestätigt werden müssten; zugleich habe die Situation bereits praktische Auswirkungen, etwa in Form von Fahrplanänderungen bei Flusskreuzfahrten und Einschränkungen bei der Güterschifffahrt.

Die Entwicklung an Kaub hat bei Infrastrukturbetreibern, Verladern und Behörden höchste Priorität, weil der Pegel an dieser Stelle als Maßstab für Beladungsfähigkeit und Fahrtfreigabe gilt. Ob die jetzt gemessenen Werte als neuer historischer Tiefststand in die Langzeitstatistik eingehen, wird die Auswertung der WSV und der Bundesanstalt für Gewässerkunde klären. Konkrete operative Maßnahmen und mögliche Vergaberegeln für Kleinwasserzuschläge liegen in der Verantwortung der regionalen Wasser- und Schifffahrtsämter.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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