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Pferd stürzt in offenen Gully in Renchen – Polizei ermittelt und sucht Zeugen

In Renchen ist ein Pferd in einen geöffneten Gully gestürzt. Die Polizei vermutet ein vorsätzliches Entfernen des Schachtdeckels und bittet um Hinweise.

In Renchen im Ortenaukreis ist am Abend des 5. Oktober 2026 ein Pferd bei einem Ausritt in einen geöffneten Gully gestürzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Offenburg ereignete sich der Vorfall gegen 21:20 Uhr in der Kleinmättlestraße. Der Schachtdeckel lag neben dem Schacht. Die Reiterin blieb unverletzt. Das Tier wurde am Bein verletzt und von einer Tierärztin versorgt; zum genauen Ausmaß der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Die Ermittlungen führt das Polizeirevier Achern/Oberkirch. Nach seiner Darstellung spricht der aufgefundene Schachtdeckel neben dem Einstieg dafür, dass er vorsätzlich entfernt wurde. Eine konkrete Täterschaft oder ein Motiv liegen den Behörden bisher nicht vor. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und bittet um Zeugenhinweise. Wer in der Nacht zum 6. Oktober in der Kleinmättlestraße oder der näheren Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich unter der Telefonnummer 07841 7066-0 beim Polizeirevier Achern/Oberkirch melden.

Fest steht: Ein fehlender Schachtdeckel birgt erhebliche Risiken für Menschen und Tiere. Kommt es dadurch zu Unfällen, können neben Sachbeschädigung je nach Verlauf auch Straftatbestände wie fahrlässige Körperverletzung oder ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in Betracht kommen. Zuständig für die Sicherung und Wiederherstellung defekter oder geöffneter Schächte sind in der Regel die kommunalen Träger oder Straßenunterhaltungspflichtigen.

Laut Polizei ist der betroffene Abschnitt in Renchen bei Reiterinnen und Reitern beliebt. Für die Gefährdungslage spielen Tageszeit, Beleuchtung und Nutzung der Strecke eine Rolle. Nach ähnlichen Vorfällen in Kommunen der Region hatten Reiterverbände und Tierschutzorganisationen wiederholt gefordert, neuralgische Punkte häufiger zu kontrollieren und erkannte Schäden unverzüglich zu sichern. Konkrete neue Vorgaben oder politische Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Vorfall in Renchen sind bislang nicht bekannt.

Die Ermittlungen dauern an. Für die Bewertung des Schadens am Tier bleibt die tierärztliche Untersuchung maßgeblich. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand des Pferdes, zur Ursache für das Entfernen des Schachtdeckels sowie mögliche Tatverdächtige liegen derzeit nicht vor und wurden von den Ermittlern auch nicht nahegelegt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen