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Pistorius nach Vereinte Nationen‑Gespräch: Deutschland bleibt zu Friedenseinsätzen bereit

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat nach einem Treffen mit António Guterres in New York bekräftigt, dass Deutschland auch nach dem Ende des UNIFIL‑Einsatzes im Libanon zu weiteren Missionen der Vereinten Nationen bereit ist.

Nach einem Gespräch mit António Guterres im UNO‑Hauptquartier in New York hat Verteidigungsminister Boris Pistorius am 17. September 2026 bekräftigt, dass Deutschland auch nach dem Ende des UNIFIL‑Einsatzes im Libanon zu weiteren Friedensmissionen der Vereinten Nationen bereit ist. Peacekeeping müsse eine zentrale Aufgabe aller Staaten bleiben, sagte Pistorius. Die regelbasierte internationale Ordnung stehe unter Druck; Stabilisierung und Schutz der Zivilbevölkerung erforderten gemeinsames Handeln.

Pistorius stellte in seinen Aussagen die Wirksamkeit der Blauhelm‑Einsätze in den Mittelpunkt. Missionen müssten besser an aktuelle Bedrohungen angepasst werden. Dazu zählte er verbesserte Ausbildung, geeignetes Gerät und Fähigkeiten gegen improvisierte Sprengsätze und Drohnen. Friedenseinsätze seien zudem nur ein Baustein breiterer Strategien, die politische Vermittlung, zivile Schutzmaßnahmen und Wiederaufbau einbinden müssten. Seine Ausführungen zielten auf Reformen, die in internationalen Organisationen und unter Partnern seit Monaten diskutiert werden.

Zur Rolle Deutschlands hieß es aus Regierungskreisen, die Bundesrepublik zähle zu den größeren Beitragszahlern der Vereinten Nationen für Friedenseinsätze und stelle Personal. Seit 2006 beteiligt sich die Bundeswehr an UNIFIL im Libanon; Deutschland übernahm in jüngerer Zeit erneut Führungsaufgaben in der maritimen Komponente der Mission. Die Bundesregierung habe das Auslaufen von Mandaten, darunter von UNIFIL, politisch begleitet und für eine geordnete Übergabe von Zuständigkeiten und Kapazitäten geworben. Konkrete Entscheidungen über neue Beiträge bleiben Sache des Bundestags und bedürfen gesonderter Mandate.

Die Unterredung in New York fällt in eine Phase, in der UN‑Missionen mit knappen Budgets, komplexeren Einsatzlagen und höheren Schutzanforderungen ringen. Vertreter befreundeter Staaten und der NATO hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Modernisierungsschritte angemahnt, etwa bei Aufklärung, Schutztechnologien und schneller Verlegefähigkeit. Pistorius’ Besuch in den Vereinigten Staaten umfasste zuvor Gespräche mit Militärpartnern; in Berlin und New York richtet sich der Blick nun auf die Frage, wie Deutschland künftige UN‑Mandate personell und materiell konkret unterstützen könnte.

Zugleich betonte der Minister, dass Friedenseinsätze politisch getragen sein müssten und sich an realistischen Zielen orientieren sollten. Der Anspruch, Zivilistinnen und Zivilisten besser zu schützen, müsse sich in Ausrüstung, Ausbildung und Einsatzregeln niederschlagen. Eine Festlegung auf einzelne neue Operationen nahm Pistorius nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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