Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am 18. September 2026 in Fort Worth, Texas, den ersten F-35A-Kampfjet für Deutschland übernommen. Der Werksakt bei Lockheed Martin markiert den Start einer mehrjährigen Auslieferungs- und Ausbildungsphase für die Luftwaffe. Deutschland hat insgesamt 35 Flugzeuge dieses Typs bestellt; sie sollen die alternden Tornado-Jets ablösen und die Interoperabilität im Bündnis verbessern.
Der Besuch in Texas war Teil einer viertägigen USA-Reise mit Stationen in Washington, New York und Fort Worth. In Washington verständigte sich Pistorius mit seinem US-Amtskollegen auf eine engere rüstungsindustrielle Zusammenarbeit. Nach Angaben beider Seiten geht es um den Ausbau gemeinsamer Produktions- und Wartungskapazitäten, das Abräumen regulatorischer Hürden und besser abgestimmte Lieferketten. Konkrete Folgeprojekte wurden nicht öffentlich benannt; weitergehende Zusagen über das bereits Vereinbarte hinaus liegen nicht vor.
Mit der F-35-Einführung verbindet die Bundesregierung mehrere Ziele. Militärisch soll die Luftwaffe an Fähigkeiten gewinnen, die in der NATO bereits breit genutzt werden. Organisatorisch steht eine umfangreiche Schulung deutscher Besatzungen und Techniker an, die zunächst in den Vereinigten Staaten erfolgt. Die fortlaufenden Auslieferungen und der Aufbau operativer Kapazitäten werden nach bisherigen Planungen über die kommenden Jahre gestreckt. Zeitpunkt und Umfang einzelner Indienststellungen hängen von Ausbildung, Infrastruktur und Zulassungen ab.
Industriepolitisch dürfte die Abhängigkeit von US-Lieferketten zwar zunehmen, zugleich eröffnen die vereinbarten Kooperationsschritte Chancen für Instandhaltung und Service in Deutschland. Welche Wertschöpfungsanteile in der Bundesrepublik entstehen, ist derzeit Gegenstand von Gesprächen zwischen Industrie und Ressorts.
Innenpolitisch bleibt das Vorhaben umstritten. Befürworter verweisen auf die sicherheitspolitische Lage und die Fähigkeit der F-35, die nukleare Teilhabe im Rahmen der NATO technisch abzusichern. Kritiker mahnen Kosten, Exportkontrollen und die langfristige Bindung an US-Systeme an. Die Bundesregierung hält an dem Beschaffungspfad fest; neue Beschlüsse über zusätzliche Stückzahlen oder Zeitpläne wurden nicht bekanntgegeben.
Das Pentagon und Lockheed Martin bestätigten Ablauf und Bedeutung der Übergabe. Deutsche Regierungsstellen und unabhängige Medien berichten übereinstimmend, dass die Reise von Pistorius in den USA auf reges Interesse stieß und die Zusammenarbeit vertieft werden soll. Weitere Details zu Ausbildung und Stationierung werden nach Abschluss laufender Planungen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).