Seit dem Morgen des 2. Oktober 2026 läuft im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine Großfahndung. Zuvor waren mehrere Verdächtige nach einem Einbruch in ein Waffengeschäft in Innsbruck (Tirol) über die Grenze nach Bayern geflüchtet. Nach bisherigen Angaben verunglückte ihr Fluchtfahrzeug im Bereich Mittenwald; die Personen setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt, verdächtige Personen nicht anzusprechen und keine Anhalter mitzunehmen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Gesuchten bewaffnet sind.
Die Suche wird von zahlreichen Streifen und einem Polizeihubschrauber unterstützt. Nach Informationen aus dem Einsatzumfeld führte die Fluchtroute über den Zirler Berg in Richtung Deutschland. Österreichische und bayerische Kräfte stimmen ihre Maßnahmen im Grenzgebiet ab. Konkrete, von Behörden bestätigte Angaben zur Zahl der Verdächtigen, zu möglichen Beutestücken oder zu Verletzten lagen am Vormittag nicht vor. Ob die Einbrecher im Waffengeschäft tatsächlich Waffen entwendeten, blieb zunächst offen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung im Raum Mittenwald und entlang möglicher Fluchtrouten um erhöhte Aufmerksamkeit und darum, Beobachtungen ausschließlich über den Notruf 110 zu melden. Darüber hinausgehende Details kündigten die Behörden für spätere Mitteilungen an. Eine Beschreibung der Verdächtigen lag zunächst nicht vor.
Nach Angaben der Einsatzleitung erschweren die topografischen Verhältnisse im Alpenraum und der nahe Grenzverlauf die Fahndung. Waldstücke, steile Hänge und verstreute Siedlungen begünstigen das Untertauchen, zugleich machen enge Verkehrsachsen die Kontrolle einzelner Streckenabschnitte möglich. Deshalb konzentrieren sich die Kräfte auf Knotenpunkte und Übergänge im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und die Anfahrtsachsen aus Tirol.
Grenznahe Eigentumsdelikte führen regelmäßig zu länderübergreifenden Einsätzen. In der Frühphase kommunizieren die Behörden bewusst zurückhaltend, um operative Maßnahmen nicht zu gefährden und Fehlmeldungen zu vermeiden. Für den aktuellen Einsatz gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Vormittag noch keine belastbaren Informationen zu Tatzeit, Täterzahl oder Art der Beute heraus. Bestätigte Erkenntnisse wollen die Ermittler nachreichen, sobald dies ohne Nachteile für die Fahndung möglich ist.
Die Lage blieb bis zum späten Vormittag dynamisch. Die Polizei setzt die Suche im Grenzraum zwischen Bayern und Tirol fort und hält an der Warnung vor einem möglichen Waffenbesitz der Verdächtigen fest.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).