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Polizei fasst Tatverdächtigen nach Drohanrufen an Realschule in Hof

Die Staatsanwaltschaft Hof und das Polizeipräsidium Oberfranken haben am 29. September 2026 die Festnahme eines 26-Jährigen aus Niedersachsen im Zusammenhang mit Drohanrufen an der Staatlichen Realschule Hof bestätigt.

Ein 26 Jahre alter Mann aus Niedersachsen ist im Zusammenhang mit Drohanrufen an der Staatlichen Realschule Hof festgenommen worden. Das bestätigten die Staatsanwaltschaft Hof und das Polizeipräsidium Oberfranken am 29. September 2026. Ermittler stellten Kommunikationsgeräte und Datenträger sicher; Auswertungen und weitere Maßnahmen dauern an.

Auslöser war ein Anruf am 8. Juni 2026 bei der Polizeiinspektion Hof, in dem eine Gewalttat auf dem Schulgelände in der Max-Reger-Straße behauptet wurde. Daraufhin rückten zahlreiche Kräfte an, darunter Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber. Klassen blieben zunächst in ihren Räumen. Nach systematischen Durchsuchungen gab die Kriminalpolizei Hof Entwarnung: Es gab keinen Hinweis auf eine tatsächliche Gewalttat.

In den Wochen danach registrierten die Behörden weitere anonyme Anrufe mit Drohinhalten. Die Kriminalpolizei Hof bündelte die Ermittlungen, sicherte Spuren und wertete technische Daten aus. Nach polizeilichen Maßnahmen an mehreren Anschriften gelang es den Ermittlern, den 26-Jährigen zu identifizieren und festzunehmen. Details zum mutmaßlichen Tatablauf, zu den verwendeten Anschlüssen oder möglichen Mittätern nannten die Behörden bislang nicht.

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Weitere Delikte werden geprüft. Ob und wann Anklage erhoben wird, ist offen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird zudem geprüft, ob der Beschuldigte für ähnlich gelagerte Anrufe in anderen Regionen verantwortlich sein könnte. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.

Die Behörden betonen mögliche straf- und zivilrechtliche Folgen: Neben einer Freiheits- oder Geldstrafe kann der Ersatz von Einsatzkosten auf die Beschuldigten zukommen. Die Schul- und Kommunalverwaltung in Hof verweist darauf, dass präventive Maßnahmen und Betreuungsangebote an Schulen fortgesetzt und, wo nötig, angepasst werden. Aus dem Einsatz am 8. Juni habe man Abläufe für Alarmierungen und die interne Kommunikation weiter geschärft.

Mit der Festnahme sehen die Ermittler in Oberfranken einen wichtigen Schritt zur Aufklärung der Drohanrufserie. Für die Öffentlichkeit bleibt nach Behördendarstellung entscheidend, Hinweise zeitnah zu melden und Falschmeldungen nicht weiterzuverbreiten. Weitere Ergebnisse aus der Auswertung der beschlagnahmten Datenträger und aus der Überprüfung möglicher Bezüge zu anderen Fällen wollen die Ermittlungsbehörden zu gegebener Zeit mitteilen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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