Die Polizeiinspektion Worms hat eine nächtliche Brandserie im Stadtgebiet gemeldet. In der Nacht zum 27. Oktober 2026 brannten innerhalb von rund zwei Stunden elf Orte, vorwiegend Mülltonnen. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Polizei und Feuerwehr verhinderten, dass die Flammen auf weitere Gebäude übergriffen. Die Mitteilungen wurden am 29. Oktober veröffentlicht.
Den Einsatzkräften zufolge lagen die Brandstellen vom Nordend bis in die Innenstadt. An mehreren Orten kam es zu Folgeschäden: Die Hitze beschädigte ein geparktes Auto, außerdem wurde eine Garage in Mitleidenschaft gezogen und es entstand Sachschaden an einem Wohnhaus. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.
Die Polizeiinspektion Worms geht davon aus, dass die Brände zusammenhängen. Ein Zusammenhang mit anderen Vorfällen in Worms werde derzeit ausgeschlossen, teilte die Behörde mit. Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannte Täter und konzentrieren sich auf mögliche Brandstiftung. Dazu sichern Spezialisten Spuren an den Einsatzstellen und werten Hinweise aus der Bevölkerung aus.
Die Feuerwehr Worms war in der Nacht mit mehreren Fahrzeugen und Kräften an verschiedenen Orten im Stadtgebiet im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr konnten Übergriffe auf benachbarte Gebäude verhindert werden, dennoch zeigt die Häufung in kurzer Zeit die Belastung für die kommunalen Einsatzdienste, wenn mehrere Brände an unterschiedlichen Punkten auftreten.
Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zum 27. Oktober verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder über private Videoaufzeichnungen verfügen, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Worms zu melden. Für die Ermittler sind Hinweise zu Personenbewegungen, ungewöhnlichen Geräuschen oder Fahrzeugen im Umfeld der Brandorte besonders relevant.
Hintergrund ist eine Serie nächtlicher Mülltonnenbrände in Worms, die wiederholt punktuell zu Sachschäden an angrenzender Infrastruktur führt. Aus Sicht der Ermittler sind motivische Einordnungen – etwa Vandalismus, Nachahmung oder gezielte Sachbeschädigung – derzeit Spekulation. Bestätigte Erkenntnisse will die Polizei nachreichen. Die Stadt und die Einsatzkräfte empfehlen grundsätzlich, brennbare Gegenstände nicht direkt an Gebäude zu stellen und Hauszugänge freizuhalten, um im Notfall schnelle Lösch- und Rettungswege zu sichern.
Weitere Informationen zu möglichen Festnahmen, zur Spurenauswertung und zur Schadensbilanz wollen Polizei und Feuerwehr in Folgemitteilungen veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).