Berlin

Polizei meldet über 1.200 zerstörte Plakate und 39 Angriffe im Berliner Wahlkampf

Seit Anfang August hat die Polizei Berlin mehr als 1.200 beschädigte Wahlplakate und 39 Angriffe im Wahlkampf registriert. Laut rbb-Auswertung war die AfD besonders häufig betroffen.

Kurzmeldung

Die Polizei Berlin hat seit Anfang August bis Mitte September 2026 Hunderte Straftaten im Zusammenhang mit dem Wahlkampf registriert. Nach einer internen Auswertung, über die rbb, Tagesschau und Deutschlandfunk berichten, wurden mehr als 1.200 beschädigte Wahlplakate gezählt. Zudem erfasste die Polizei 39 Angriffe auf Parteimitglieder und Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer.

Zu den Sachverhalten zählen das Abreißen, Beschmieren und vereinzelte Anzünden von Wahlplakaten sowie körperliche Übergriffe und Beleidigungen an Infoständen. In mehreren Fällen nahm die Polizei Verdächtige vorläufig fest; sie wurden anschließend wieder entlassen. Der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz führt die Ermittlungen in einer Reihe der Verfahren. Die Polizei betont, dass die registrierten Vorgänge von Ordnungswidrigkeiten bis zu strafrechtlich relevanter Sachbeschädigung und Körperverletzung reichen. Eine Einordnung als politisch motiviert erfolgt erst nach kriminalpolizeilicher Prüfung.

Laut den vorliegenden Auswertungen waren Plakate der AfD überdurchschnittlich häufig Ziel von Beschädigungen. Auch CDU, SPD und Die Linke meldeten Übergriffe, jedoch in geringerer Zahl. Die Berichte stützen sich auf polizeiliche Lagebilder und mehrere Polizeimeldungen zu Einzelereignissen in verschiedenen Berliner Bezirken. Bestätigte Anklagen oder Urteile lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen nicht vor; zahlreiche Verfahren befinden sich noch im Ermittlungsstadium.

Sicherheitsbehörden und politische Akteure werten die Vorfälle als Belastung für die Chancengleichheit im Wahlkampf und als Zeichen einer verrohenden Debattenkultur. Praktische Folgen sind zusätzlicher Aufwand für Parteien bei der Sicherung von Material, häufigere Strafanzeigen sowie mehr Personal an Wahlkampfständen. Zugleich mahnen Ermittler, nicht jede Beschädigung vorschnell politisch zu deuten: Maßgeblich sind Tatkontext, Tatmittel und Zuordnung der Täterschaft.

Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Anfang August bis in die Mitte September 2026 und bilden eine Momentaufnahme ab. Sie können sich mit dem weiteren Verlauf des Wahlkampfs ändern. Die Polizei Berlin aktualisiert ihre Lageeinschätzung fortlaufend. Medienberichte von rbb, Tagesschau und Deutschlandfunk spiegeln diese Entwicklung auf Grundlage vorliegender Polizeidaten und dokumentierter Einzelfälle wider.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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