Aktuell

Polizei meldet viele Verstöße bei Schulwegkontrollen im September

Zum Schuljahresbeginn haben Polizeidienststellen in mehreren Regionen zahlreiche Verstöße gegen die Sicherung von Kindern in Autos festgestellt. In Rems-Murr wurden 217 Fälle gezählt, in Germersheim gab es Verwarnungen wegen falsch gesicherter Kinder.

Polizeidienststellen haben zum Schuljahresbeginn bei Schulwegkontrollen in mehreren Regionen zahlreiche Verstöße gegen die Sicherung von Kindern festgestellt. Kontrollen und Schwerpunktaktionen fanden im September rund um Schulen und Kitas statt und kombinierten Präsenz, Aufklärung und Ahndung.

Ein besonders deutliches Ergebnis meldete die regionale Presse für den Rems-Murr-Kreis: Dort wurden nach Angaben der Stuttgarter Zeitung bis zum 29. September 217 Verstöße gezählt. In Germersheim verwarnten Beamtinnen und Beamte Mitte September mehrere Autofahrerinnen und Autofahrer, weil Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Aalen wurden im Rahmen der landesweiten Aktion Hunderte Ordnungswidrigkeiten registriert; darunter befanden sich auch zahlreiche Fälle fehlender oder unzureichender Kindersicherung. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg begann nach eigenen Angaben seine Maßnahmen unmittelbar nach dem Schulstart am 14. September und setzte neben Kontrollen auf verstärkte Präsenz, um Gefährdungen durch Halten und Parken auf Geh- und Radwegen zu reduzieren.

Die Polizei betont, dass die Aktionen nicht allein auf Sanktionen zielten. Neben Anzeigen und Verwarnungen gab es Präventionsgespräche mit Eltern sowie Hinweise zur richtigen Nutzung von Kindersitzen und Gurtführungen. Fachleute verweisen darauf, dass unsachgemäße Sicherung das Verletzungsrisiko für Kinder bei Unfällen erheblich erhöht. Empfohlen wird, Kindersitze alters- und gewichtsgerecht auszuwählen, Befestigungssysteme korrekt zu nutzen und vor jeder Fahrt den Sitz und den Gurtverlauf zu prüfen.

Die genannten Zahlen stammen aus Pressemitteilungen der Polizeipräsidien und Berichten regionaler Medien in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie zeichnen ein fragmentarisches Bild: Manche Landkreise melden nur wenige Fälle, andere dokumentieren Dutzende bis mehrere Hundert Beanstandungen. Eine belastbare Aussage über eine Entwicklung auf Landes- oder Bundesebene wäre erst mit einer zusammengeführten Statistik der Länder oder des Bundes möglich; eine solche Übersicht lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Als ergänzende Maßnahmen verweisen Länder und Kommunen auf verkehrsberuhigte Zonen im Umfeld von Schulen, temporäre Halteverbotsflächen sowie begleitete Schulwege für jüngere Kinder. Ziel ist es, den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen und den morgendlichen Autoverkehr vor Bildungseinrichtungen zu entzerren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk