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Polizei nimmt zwei Letten nach Zaunbruch auf Luftwaffenstützpunkt Molesworth fest

Nach einem Sicherheitsverstoß auf dem Stützpunkt Royal Air Force Molesworth in Cambridgeshire sind zwei in Großbritannien lebende Letten festgenommen worden. Die Ermittlungen führt die Anti-Terror-Einheit der Metropolitan Police.

Die britische Polizei hat nach einem Sicherheitsverstoß auf dem Stützpunkt Royal Air Force Molesworth in Cambridgeshire zwei Männer lettischer Staatsangehörigkeit festgenommen. Nach Angaben der Metropolitan Police entdeckten Streifen der Ministry of Defence Police am Abend des 7. Oktober 2026 ein verlassenes Fahrzeug nahe der äußeren Sicherungszone und stellten ein beschädigtes Zaunelement fest. Die Festnahmen erfolgten in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober. Bei den Verdächtigen handelt es sich um 32 und 36 Jahre alte Männer, die in Großbritannien wohnen.

Zunächst ermittelte die Polizei wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Der Fall wurde anschließend als Betreten eines gesperrten Ortes mit möglicher schädlicher Absicht gegen die Sicherheit des Vereinigten Königreichs eingestuft und an Counter Terrorism Policing London übergeben. Die Cambridgeshire Constabulary unterstützte die Maßnahmen am Stützpunkt; in der Umgebung von Peterborough fanden nach Polizeiangaben weitere Durchsuchungen statt. Zu einem möglichen Motiv äußerten sich die Behörden bislang nicht. Hinweise auf belastbare Verbindungen zu ausländischen Nachrichtendiensten liegen derzeit nicht vor.

Der Stützpunkt Molesworth wird vom Vereinigten Königreich betrieben. Nach übereinstimmenden Medienberichten unterstützt die Anlage gemeinsame nachrichtendienstliche und logistische Aufgaben von britischen, US-amerikanischen und NATO-Einheiten. Offizielle Stellen betonten die schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte vor Ort. Detaillierte Informationen geben sie mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht bekannt.

Die Ermittlungsbehörden prüfen, in welchem Zusammenhang der beschädigte Zaun, das aufgefundene Fahrzeug und etwaige Vorbereitungshandlungen stehen. Nach Behördenangaben gibt es derzeit keinen Beleg für eine direkte Verbindung zu einem Vorfall nahe RAF Fairford Ende September 2026; die Prüfung möglicher Bezüge läuft jedoch weiter. Ob und welche strafrechtlichen Tatbestände über den ursprünglichen Verdacht des Hausfriedensbruchs hinaus zur Anwendung kommen, ist noch offen.

Für Deutschland ist der Vorgang von Bedeutung, weil die Sicherheit gemeinsam genutzter NATO-Infrastruktur in Europa unmittelbar auch deutsche Interessen berührt. Der Fall unterstreicht die Abhängigkeit vom reibungslosen Zusammenspiel militärischer Wachdienste, ziviler Polizeikräfte und internationaler Partner, um kritische Anlagen vor Ausspähung, Sabotage oder Störungen zu schützen. Konkrete Rückschlüsse auf Folgen für die operative Zusammenarbeit lassen sich erst nach Abschluss der Ermittlungen ziehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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