Bayern

Polizei rettet vier Kölnerinnen und Hund aus dem Premer Filz

Im Naturschutzgebiet Premer Filz in Oberbayern hat die Polizei am Mittwoch vier Frauen aus Köln und ihren Hund mithilfe einer Handypeilung unverletzt aus einem Moorbereich geführt.

Vier Frauen aus Köln sind am Mittwochnachmittag im Naturschutzgebiet Premer Filz im Landkreis Weilheim-Schongau vom Weg abgekommen und in nassem Moorboden eingesunken. Nach Angaben der Polizei alarmierte eine der Frauen gegen 15.40 Uhr den Notruf. Einsatzkräfte lokalisierten die Gruppe mithilfe einer Handypeilung und führten sie unverletzt aus dem Gebiet. Auch der Hund der Gruppe blieb unversehrt.

Die Frauen hatten sich in dem weitläufigen Moorgebiet in Oberbayern abseits der markierten Pfade verirrt und waren lokalen Angaben zufolge teilweise bis zu den Knien im weichen Untergrund eingesunken. Lebensgefahr habe nicht bestanden, betonte die Polizei. Rettungskräfte näherten sich zu Fuß, lotsten die Gruppe auf sicheren Grund und übergaben sie vorsorglich an den Rettungsdienst.

Zum genauen Ablauf der Ortung der vier Kölnerinnen machte die Polizei keine technischen Angaben. Die Beamtinnen und Beamten bezeichneten die schnelle Standortbestimmung per Handypeilung jedoch als ausschlaggebend für die zügige Rettung. Größere Folgemaßnahmen oder Auswirkungen auf den Verkehr gab es den Behörden zufolge nicht.

Der Premer Filz ist ein geschütztes Moor- und Wiesengebiet. Die Polizei weist darauf hin, dass Besucherinnen und Besucher Schutzgebiete nur auf gekennzeichneten Wegen betreten sollten. Abseits der Pfade können wasserführende Flächen, verdeckte Gräben und weicher Torfboden das Vorankommen stark erschweren und zu Einsinken führen. Zudem ist die Orientierung in offenen Moorlandschaften schwierig, und die Mobilfunkabdeckung kann schwanken.

Ermittlungen gegen die Frauen leitete die Polizei nicht ein. Es werde routinemäßig geprüft, ob für den betroffenen Abschnitt Hinweise zu gesperrten Wegen oder Betretungsbeschränkungen galten. Nach derzeitigen Informationen waren keine Schäden an der sensiblen Vegetation erkennbar. Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung weiterer Personen lagen am Mittwoch nicht vor.

Der Vorfall reiht sich in einzelne Rettungseinsätze ein, die immer wieder nach Orientierungsverlust in Moor- und Feuchtgebieten notwendig werden. Behörden empfehlen, bei Ausflügen in unbekanntes Gelände die örtliche Wegführung vorab zu prüfen, auf Markierungen zu achten und im Zweifel umzukehren. Eine geladene Mobilfunkverbindung kann im Notfall helfen; sie ersetzt jedoch nicht die Orientierung an Beschilderungen vor Ort.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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