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Polizei und Rettungsdienste warnen vor Gaffern auf Autobahnen

Nach aktuellen Einsätzen im Südwesten melden Einsatzkräfte erneut Behinderungen durch Gaffen an Unfallstellen und fordern konsequentere Prävention und Ahndung.

Im Südwesten Deutschlands warnen Polizei und Rettungsdienste erneut vor Gaffern an der Autobahn. Nach mehreren aktuellen Einsätzen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz berichten Einsatzleitungen, dass Schaulustige durch Anhalten, Filmen und riskante Spurwechsel die Arbeit an der Unfallstelle behindert und den Verkehr zusätzlich gefährdet haben. Aus den Einsatzzentralen heißt es, dies führe zu Verzögerungen bei Rettung und Bergung und begünstige Folgeunfälle.

Einsatzkräfte betonen, dass sich gefährliche Situationen oft aus scheinbar kleinen Verhaltensweisen ergeben: gebremstes Vorbeifahren ohne Not, Blockieren der Rettungsgasse, das Betreten gesperrter Bereiche oder das Parken auf dem Standstreifen. Gefordert wird, an Absperrungen vorbeizufahren, die Rettungsgasse frühzeitig zu bilden, keine Foto- oder Videoaufnahmen zu machen und Blickkontakt mit Hilfskräften zu vermeiden, um Abläufe nicht zu stören.

Juristisch ist Gaffen keineswegs eine Bagatelle. Das Anfertigen oder Verbreiten von Aufnahmen, die verletzte oder verstorbene Personen erkennbar zeigen, kann den Straftatbestand nach §201a StGB erfüllen und mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren geahndet werden. Wer eine Rettungsgasse nicht bildet oder Einsatzfahrzeuge behindert, begeht eine Ordnungswidrigkeit; es drohen empfindliche Bußgelder, Punkte und ein Fahrverbot. Polizeibehörden verweisen darauf, dass bei Kontrollen an Unfallorten konsequent eingeschritten und dokumentiert wird.

Verbände und Institutionen fordern ein Bündel an Maßnahmen. Der ADAC und Hilfsorganisationen plädieren für sichtbare Prävention, etwa Aufklärungskampagnen, Schulungen im Fahrerlaubniswesen, technische Sichtschutzlösungen an Einsatzfahrzeugen sowie für eine konsequente Ahndung vor Ort. Aus der Praxis berichten Rettungsdienste, dass bessere Absicherung durch Streifen, schnellere Umleitungsinformation und klare Verkehrsführung an der Unfallstelle Störungen merklich verringern können.

Hintergrundanalysen aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ordnen das Verhalten als Mischung aus Neugier, Schreckreaktion und Suche nach Information ein. Fachleute verweisen darauf, dass diese Impulse im Straßenverkehr aktiv kontrolliert werden müssen: Am Steuer haben Sicherheit und freie Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge Vorrang. Polizei und Rettungsdienste sehen daher Prävention, Kontrollen und Infrastrukturmaßnahmen als gemeinsame Aufgabe.

Für die kommenden Reisetage rechnen die Einsatzkräfte angesichts hohen Verkehrsaufkommens mit weiterem Handlungsbedarf. Entscheidend sei, dass Verkehrsteilnehmende an der Autobahn konsequent Abstand wahren, die Rettungsgasse offenhalten und die Unfallstelle nicht zum Motiv machen – damit Hilfe schnell ankommt und weitere Gefahren vermieden werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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