Am 25. Oktober informieren Polizeibehörden in ganz Deutschland beim Tag des Einbruchschutzes über wirksame Sicherungen für Wohnungen und Häuser. Die Aktionen reichen von offenen Beratungen in Polizeidienststellen bis zu Vorführungen, bei denen das Aufhebeln ungesicherter Fenster und der Schutz durch geprüfte Bauteile demonstriert wird. Der Aktionstag ist Teil der Präventionskampagne K-EINBRUCH und wird von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes koordiniert.
Mehrere Landespolizeien haben für den Sonntag zusätzliche Termine angekündigt. Die Polizei Berlin lädt nach eigenen Angaben zu Sonderberatungen und praktischen Demonstrationen ein. Die Polizei Brandenburg verweist auf mobile Infostände in mehreren Städten. Auch die Polizei Köln beteiligt sich mit Angeboten. In Nordrhein-Westfalen richten Polizeipräsidien ergänzende Sprechstunden ein. Ziel ist es, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter mit konkreten, bezahlbaren Maßnahmen vertraut zu machen und Anlaufstellen für eine individuelle Schwachstellenanalyse zu benennen.
Im Mittelpunkt stehen technische Mindeststandards wie einbruchhemmende Fenster und Türen nach RC-Klassen, geprüfte Zusatzsicherungen, fachgerechte Montage und die sinnvolle Kombination mit organisatorischen Maßnahmen. Die Polizeilichen Beratungsstellen erläutern, worauf bei Produktkennzeichnungen zu achten ist, und verweisen auf qualifizierte Fachbetriebe. Die Beratung ist kostenfrei und herstellerneutral.
Hintergrund des Aktionstags ist die anhaltend hohe öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber Wohnungseinbrüchen. Die Polizei betont, dass der Mix aus geprüfter Technik, sichtbar sicherer Außenschale und wachsamer Nachbarschaft das Risiko deutlich senkt. Die Präventionsarbeit richtet sich nicht allein an Besitzerinnen und Besitzer von Einfamilienhäusern: Auch Mietwohnungen lassen sich mit Nachrüstlösungen an Fenstern, Wohnungs- und Balkontüren verbessern, sofern Vermieterinnen und Vermieter einbezogen werden.
Der Aktionstag markiert keinen neuen rechtlichen Schritt, sondern bündelt Präventionsangebote. Er ist an das Wochenende der Zeitumstellung im Oktober gekoppelt, wenn die Abende rasch früher dunkel werden. Die Behörden raten, jetzt Schwachstellen zu prüfen, Beratungen zu nutzen und sich vor Beauftragungen von Arbeiten schriftliche Angebote und Nachweise über Qualifikationen vorlegen zu lassen. Hinweise zu Orten und Uhrzeiten geben die jeweiligen Landespolizeien und die regionalen Polizeilichen Beratungsstellen.
Wer die Angebote am Sonntag nicht wahrnehmen kann, erhält in vielen Polizeidienststellen ganzjährig individuelle Termine. Zudem sind Informationsbroschüren der Polizeilichen Kriminalprävention verfügbar, die die wichtigsten Prüfkriterien, Einbauhinweise und Verhaltensregeln übersichtlich zusammenfassen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).