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Projekt zur Erschließung der Klosterbibliothek St. Marienthal endet

Zum 24. Oktober 2026 läuft das gemeinsame Projekt von SLUB und Universitätsbibliothek Leipzig zur Erforschung und Sicherung der Klosterbibliothek St. Marienthal aus. Der Freistaat Sachsen hatte den historischen Bestand Ende 2023 übernommen.

Zum 24. Oktober 2026 endet das gemeinsame Forschungs- und Erschließungsprojekt zur Klosterbibliothek St. Marienthal, das die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und die Universitätsbibliothek Leipzig verantwortet haben. Im Mittelpunkt standen die systematische Katalogisierung, die wissenschaftliche Einordnung und die konservatorische Sicherung zentraler Handschriften und Drucke. Der Freistaat Sachsen hatte den historischen Kernbestand Ende 2023 als Ensemble übernommen, um das Kulturerbe zu bewahren und die Forschungszugänglichkeit dauerhaft zu sichern.

Nach Angaben der beteiligten Einrichtungen wurden zentrale Stücke wie der Marienthaler Psalter und ein Kapiteloffiziumsbuch aus Altzelle identifiziert, beschrieben und in Ausstellungen sowie Katalogen öffentlich gemacht. Die Forschung konzentrierte sich auf Provenienzfragen, Überlieferungswege und die Einbettung der Marienthaler Überlieferung in sächsische Klosternetzwerke. Begleitend wurden klimatische und sicherheitstechnische Standards für die Aufbewahrung implementiert, damit besonders empfindliche Handschriften geschützt und zugleich unter kontrollierten Bedingungen für die Wissenschaft zugänglich bleiben.

Einzelne neuere Drucke sind weiterhin vor Ort im Kloster St. Marienthal in Ostritz zugänglich; Führungen und befristete Einsichtnahmen wurden organisiert. Die praktische Umsetzung erforderte eine enge Abstimmung zwischen dem Kloster, den beteiligten Bibliotheken und Landesinstitutionen. Nach Behördenangaben floss Projektförderung in Personal- und Sachmittel, teils mit Unterstützung privater Stiftungen wie der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Die Trennung zwischen besonders schützenswerten Unikaten unter staatlicher Verwahrung und publikumsoffenen Beständen vor Ort war Teil des Schutzkonzepts.

Die Übergabe an den Freistaat war zuvor politisch und fachlich begründet worden: Ziel war, das sächsische Kulturerbe langfristig zu sichern, Risiken für einzigartige Handschriften zu minimieren und die wissenschaftliche Auswertung zu beschleunigen. Über die künftige Präsentation ausgewählter Stücke in Museen oder Bibliotheken entscheiden die Träger in Abstimmung mit dem Kloster.

Unabhängig vom Abschluss des Projekts bleibt das Kloster St. Marienthal mit finanziellen und strukturellen Fragen befasst. Nach übereinstimmenden Verlautbarungen werden Optionen für Unterstützungsmodelle geprüft, um den klösterlichen Alltag, die Denkmalpflege und die wissenschaftliche Nutzung in Balance zu halten. Konkrete Zusagen zu weiteren Investitionen oder neuen Standorten über die bestehende Aufbewahrung hinaus liegen derzeit nicht vor. Die beteiligten Einrichtungen verweisen darauf, dass künftige Entscheidungen transparent bekanntgegeben werden sollen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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