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Prozess gegen mutmaßliches Drogennetz in Augsburg hat begonnen

Vor dem Landgericht Augsburg hat der Prozess gegen drei Männer begonnen. Laut Anklage sollen sie in großem Stil mit Kokain und Cannabis gehandelt und Zeugen unter Druck gesetzt haben.

Vor dem Landgericht Augsburg hat am 30. September 2026 der Prozess gegen drei Männer begonnen, denen die Staatsanwaltschaft Augsburg den Aufbau und Betrieb eines mutmaßlich arbeitsteilig organisierten Drogennetzes in der Region zur Last legt. Im Zentrum steht ein 27-jähriger Augsburger, der nach Auffassung der Ermittler als Kopf des Netzwerks auftrat. Zwei weitere Angeklagte gelten als mutmaßliche Gehilfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach der Anklage sollen die Beschuldigten zwischen 2023 und 2025 mindestens rund 20 Kilogramm Kokain und mehr als 200 Kilogramm Cannabis in Verkehr gebracht haben. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft Augsburg den Männern Gewaltanwendungen, Drohungen und versuchte Zeugenbeeinflussung vor. Die Ermittler sprechen von Strukturen mit sogenannten Bunkern zur Lagerhaltung, von grenzüberschreitenden Lieferbeziehungen sowie erheblichen mutmaßlichen Taterlösen. Für eine mögliche Vermögenseinziehung seien Vermögenswerte im sechsstelligen Euro-Bereich ins Auge gefasst.

Ein wesentlicher Ermittlungsschritt war eine großangelegte Razzia am 26. November 2025. Nach Polizeiangaben wurden damals Wohnungen und Geschäftsräume in mehreren Bundesländern durchsucht, Drogen sichergestellt und mehrere Verdächtige vorläufig festgenommen. Seitdem laufen umfangreiche Auswertungen der gesicherten Spuren und Kommunikationsdaten. Das Gericht will in der Hauptverhandlung prüfen, inwieweit die im Ermittlungsverfahren genannten Mengen und Geldflüsse belegt werden können.

Verteidiger der Angeklagten hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, Mengenschätzungen in solchen Verfahren neigten zu Überschätzungen, und viele Details müssten erst in der Beweisaufnahme geklärt werden. Konkrete Angaben zu einzelnen Beweismitteln, zu geladenen Zeugen und zum weiteren Terminplan machte die Strafkammer zum Auftakt nur eingeschränkt öffentlich. Zum Schutz von Auskunftspersonen sind Zeugenschutzmaßnahmen vorgesehen.

Hintergrund des Verfahrens sind mehrere aufeinander aufbauende Ermittlungsstränge. Die Staatsanwaltschaft Augsburg führt die Verfahren als umfangreichen Komplex und ordnet den Beschuldigten gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu. In der Verhandlung sollen neben den strafrechtlichen Vorwürfen auch die mutmaßlichen Vertriebswege, die Rolle einzelner Tatorte in Augsburg sowie die Herkunft der Lieferungen aufgeklärt werden. Ein Urteil ist nach heutigem Stand nicht absehbar; zunächst sind mehrere Prozesstage für die Vernehmung von Zeugen und die Auswertung der Asservate vorgesehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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