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Psychische Belastung auf dem Hof: Landwirte in Deutschland häufiger depressiv

Mehrere aktuelle Untersuchungen und Berichte legen nahe, dass Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland überdurchschnittlich oft an Depressionen und Burn‑out leiden. Politische Stellen und die Landwirtschafts‑Sozialversicherung fordern Prävention und mehr Beratungskapazitäten.

Aktuelle Untersuchungen und Beratungsberichte zeigen, dass psychische Erkrankungen in der deutschen Landwirtschaft häufiger vorkommen als in der Allgemeinbevölkerung. Anlass für die Debatte waren mehrere Veröffentlichungen und ein Fachsymposium der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) am 21. und 22. Mai 2026 in Berlin, bei dem Experten auf unzureichende Datenlage, steigende Beratungszahlen und konkrete Präventionsbedarfe hinwiesen.\n\nQuantitative Ergebnisse variieren je nach Studie, doch die Tendenz ist konsistent: Ein erheblicher Anteil von Betrieben meldet Symptome von Burn‑out und Depression.

Ein Überblicksartikel und eine Reihe aktueller Medienberichte nennen Referenzen zu Erhebungen, in denen jeweils deutlich höhere Raten depressiver Symptome unter Landwirtinnen und Landwirten dokumentiert wurden als in Vergleichspopulationen. Gleichzeitig betonten Vertreterinnen und Vertreter der SVLFG auf dem Symposium, dass es in Deutschland keine flächendeckend verlässliche, amtliche Statistik zur Prävalenz psychischer Erkrankungen in landwirtschaftlichen Betrieben gibt; die vorhandenen Zahlen stammen vorwiegend aus wissenschaftlichen Studien, Versicherungsauswertungen und regionalen Beratungsstellen.\n\nAls Belastungsfaktoren werden wiederkehrend ökonomischer Druck, unsichere Erträge, aufwändige Bürokratie, generationsübergreifende Betriebsübergänge, hohe Verantwortung für Tiere und Existenzängste genannt. Fachleute weisen zudem auf die isolierte Arbeitsform vieler Betriebe und auf bestehende Tabus beim Sprechen über psychische Probleme hin.

Die SVLFG berichtete, dass die Nachfrage nach psychosozialer Beratung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei und forderte mehr Präventionsangebote sowie politische Maßnahmen für bessere Planbarkeit und Entlastung der Betriebe.\n\nKonkrete Folgen sind sowohl menschlich als auch wirtschaftlich: Unbehandelte Depressionen erhöhen das Risiko von Erwerbsminderung und beeinträchtigen Tierwohl, betriebliches Management und Nachwuchsfragen. In der Fachdebatte werden deshalb Ausweitung von Beratungsstrukturen, niedrigschwellige Hilfs‑ und Krisenangebote sowie eine bessere Erfassung des Gesundheitsgeschehens in der Branche gefordert.\n\nUnterscheidung: Die hier dargestellten Befunde beruhen auf wissenschaftlichen Studien, Versicherungsberichten und Berichterstattung etablierter Medien; eine einzige, bundesweit repräsentative Prävalenzstudie für Deutschland steht noch aus. Politik und Sozialversicherung sehen in der Folge einen Bedarf an systematischer Datenerhebung und gezielten Präventionsprogrammen, um gesundheitliche Notlagen frühzeitig zu erkennen und Versorgungslücken zu schließen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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