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Putin stellt Metro-Geschäft in Russland unter Zwangsverwaltung

Per Präsidialdekret vom 28. September 2026 hat Wladimir Putin die russischen Vermögenswerte der Metro AG der Verwaltung durch AO UK Torg Rus unterstellt. Metro bestätigt den Kontrollverlust über das operative Russlandgeschäft.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter staatlich kontrollierte Verwaltung gestellt. Ein Präsidialdekret vom 28. September 2026 überträgt die Leitung der lokalen Vermögenswerte an die Gesellschaft AO UK Torg Rus mit sofortiger Wirkung. Metro bestätigte am selben Tag, dass die Metro AG zwar formal Eigentumsrechte an Metro Russland behalte, aber derzeit keine operative Kontrolle mehr ausübe.

Der Schritt reiht sich in Maßnahmen des Kreml seit 2023 ein, mit denen Vermögenswerte von Unternehmen aus als „unfreundlich“ eingestuften Staaten vorübergehend unter staatliche Aufsicht gestellt wurden. Frühere Fälle betrafen unter anderem Danone und Carlsberg sowie die Energieunternehmen Uniper und Fortum. Die russische Seite begründet die Eingriffe mit dem Schutz wirtschaftlicher Infrastruktur und nationaler Interessen.

Metro erläuterte, man habe seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 die Verflechtungen zwischen Konzernzentrale und dem lokalen Geschäft reduziert. Konkrete aktuelle Kennzahlen zu Umsatz oder Vermögen von Metro Russland nannte das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht und verwies auf frühere veröffentlichte Geschäftsberichte. Das Management kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen und die Interessen der Gesellschaft und der Mitarbeitenden zu wahren.

Welche wirtschaftlichen Folgen das Dekret für den Düsseldorfer Konzern hat, ist offen. In früheren Präzedenzfällen folgten auf die vorübergehende Verwaltung teils erzwungene Verkäufe an inländische Käufer zu deutlich reduzierten Bewertungen. Der weitere Verlauf hängt unter anderem davon ab, welche Befugnisse AO UK Torg Rus in der Praxis ausübt und ob russische Behörden auf eine dauerhafte Eigentumsverschiebung hinarbeiten.

In Deutschland richtet sich die Aufmerksamkeit auf die politischen und wirtschaftspolitischen Implikationen. Der Vorgang dürfte den Druck auf ausländische Unternehmen erhöhen, ihr verbleibendes Russland-Engagement zu überprüfen. Offizielle Reaktionen aus Berlin waren zunächst verhalten; mögliche diplomatische Schritte oder koordinierte Reaktionen mit Partnern sind bislang nicht bekannt. Zugleich könnte der Fall die Debatte über Investitionsschutz, Sanktionsrisiken und den Umgang mit in Russland gebundenen Vermögenswerten deutscher Unternehmen neu beleben.

Das Dekret und die Metro-Mitteilung datieren auf den 28. September 2026. Weitere Details zu AO UK Torg Rus und zur Umsetzung der Zwangsverwaltung wurden zunächst nicht veröffentlicht. Metro kündigte an, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald belastbare neue Erkenntnisse vorliegen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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