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Razzia gegen mutmaßliche Buntmetalldiebe in Halle und Leipzig – zwei Festnahmen

Nach einem Einbruch in Leipzig hat die Polizei am Sonntag Objekte in Halle und auf Schrottplätzen in Sachsen und Sachsen-Anhalt durchsucht. Eine Sonderkommission ermittelt wegen einer Serie von Metalldiebstählen mit mutmaßlichem Millionenschaden.

Die Polizei ist am Sonntag in Mitteldeutschland gegen eine mutmaßliche Bande von Buntmetalldieben vorgegangen. Nach einem nächtlichen Einbruch in ein Leipziger Unternehmen, bei dem zwei Verdächtige festgenommen wurden, durchsuchten Einsatzkräfte am Morgen mehrere Wohnungen in Halle (Saale), vor allem in Halle-Neustadt, sowie Schrottplätze in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Nach Polizeiangaben wurden dabei Fahrzeuge sichergestellt; weitere Maßnahmen dauerten bis in den Tag an.

Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen. Eine dort angesiedelte Sonderkommission mit dem Namen Sonderkommission Harpyie arbeitet nach eigenen Angaben seit Monaten an dem Fall. Die Ermittler prüfen, ob der in der Nacht vereitelte Einbruch Teil einer Serie ist, bei der in den vergangenen Monaten Kupfer, Aluminium und Werkzeuge von Baustellen, aus Solarparks und von Firmengeländen entwendet wurden. Der Gesamtschaden werde von den Behörden derzeit auf einen Betrag in Millionenhöhe geschätzt. Genaue Zahlen sollen im Zuge der weiteren Auswertung folgen.

Zu Identitäten der Festgenommenen und zu möglichen weiteren Beschuldigten machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Auch die Zahl der insgesamt durchsuchten Objekte blieb am Sonntag vorläufig. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen stehen mehrere Tatfahrzeuge im Fokus; einige wurden sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht. Ob Haftbefehle vollstreckt wurden, ließen die Behörden zunächst offen.

Hintergrund der Maßnahmen ist eine Zunahme von Diebstählen sogenannter Buntmetalle in der Region. Mehrere Fälle in Mitteldeutschland und angrenzenden Gebieten, darunter Serien an Baustellen in Nordthüringen, hatten in diesem Jahr zu erheblichen Sach- und Folgeschäden geführt. Branchenvertreter verweisen auf gestiegene Wiederverkaufspreise für Kupfer und Aluminium als Anreiz. Die Polizei rät Unternehmen, Baustellen stärker zu sichern, Material zu markieren und Transportwege zu überwachen.

Für Montag kündigten die Ermittler eine erste Bilanz an. Dabei soll es um den Stand der Auswertung der sichergestellten Gegenstände, die Einordnung der Leipziger Festnahmen sowie mögliche Zusammenhänge mit weiteren Fällen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen. Konkrete Aussagen zu Strukturen der mutmaßlichen Tätergruppe, zu Tatabläufen oder zu einzelnen Tatorten wollen die Behörden erst nach Abschluss der laufenden Maßnahmen veröffentlichen. Bis dahin berufen sich Medienberichte auf übereinstimmende Polizeiangaben vom Sonntag.

Die Ermittlungen zu möglichen Mittätern und zu Abnehmern der Metalle dauern an. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, insbesondere zu verdächtigen Aktivitäten an Baustellen, Solarparks und Schrottplätzen in den betroffenen Regionen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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