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Recycelte T-Shirts sind oft teurer als Importware aus China

Ein aktueller Bericht zeigt: Technische Grenzen, Kosten und Handelsdruck bremsen Textilrecycling in Deutschland. Neuware aus China bleibt preislich im Vorteil.

Ein aktueller Bericht von SWR Aktuell beleuchtet am 29. Oktober 2026, warum T-Shirts aus recycelten Fasern in Deutschland häufig teurer und seltener sind als Neuware aus China. Drei Faktoren dominieren: technische Grenzen bei der Faserqualität, hohe Kosten entlang der Aufbereitungskette und ein internationaler Preiswettbewerb, der Umweltkosten nicht einpreist.

Ökobilanzen kommen übereinstimmend zu dem Befund, dass die Vermeidung von Neuproduktion den größten Klimaeffekt erzielt. Mechanisches und chemisches Recycling stoßen jedoch an Grenzen: Mischgewebe, Ausrüstungen und Farbmittel erschweren die Sortierung; die Rückgewinnung erreicht oft nicht die ursprüngliche Faserlänge und -festigkeit. Eine Life-Cycle-Assessment-Analyse der Europäischen Plattform für Kreislaufwirtschaft zeigt zudem, dass viele Studien beim recycelten Rohstoff enden und den Schritt bis zum fertigen T-Shirt nicht durchgängig abbilden. Das schmälert die übertragbare Klimawirkung im Marktvergleich.

Wirtschaftlich fällt die Bilanz bislang gegen das Recycling aus. Sortierung, Vorbehandlung, energieintensive Prozesse und Qualitätskontrolle verteuern das Endprodukt. Nach Angaben des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung ist der Anteil hochwertig wiederverwendbarer Altkleider gesunken, unter anderem wegen mehr Mischgeweben und Verschleiß. Das verringert die Ausbeute für hochwertiges Faserrecycling und treibt die Stückkosten. Parallel drückt billige Neuware aus China die Preise – ermöglicht durch Skaleneffekte, günstige Energie, niedrige Löhne und ausgelagerte Umweltfolgen. Im Handel konkurrieren recycelte Teile dadurch mit Neuware, die trotz Transportkosten oft deutlich weniger kostet.

Hinzu kommt eine Vertrauensfrage. Forschung und Medien verweisen auf Greenwashing-Risiken, etwa wenn „recyceltes Polyester“ aus Einwegflaschen stammt, die andernfalls in geschlossenen Kreisläufen verbleiben könnten. Ohne Transparenz über Herkunft, Verarbeitungswege und Haltbarkeit bleibt die tatsächliche Umweltentlastung schwer vergleichbar.

Politik und Regulierung setzen Kontrapunkte. Seit 2025 ist in der Europäischen Union die Getrenntsammlung von Textilien vorgeschrieben. In Deutschland wurden im Kreislaufwirtschaftsgesetz Pflichten zur Obhut und Transparenz für Händler und Hersteller verankert; ein generelles Vernichtungsverbot für Neuware gilt jedoch nicht. Die Bundesregierung arbeitet an weitergehenden Herstellerpflichten, während europäische Vorgaben zu Ökodesign und erweiterter Herstellerverantwortung in Vorbereitung sind. Wirkung entfalten diese Maßnahmen aber nur, wenn Sammelquoten, Sortiertechnik und industrielle Weiterverarbeitung zeitgleich ausgebaut und Fehlanreize im Außenhandel adressiert werden.

Recycelte T-Shirts sind aus ökologischer Sicht sinnvoll, scheitern aber oft an Qualitätsschwellen, Kostenstrukturen und globalem Preisdruck. Nötig sind belastbare Standards für Materialqualität, Investitionen in Kreislaufinfrastruktur in Deutschland sowie Regeln, die Umweltkosten im Wettbewerb mit Importware aus China sichtbarer machen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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