Berlin

Regenbogenbank im Tiergarten erneut beschädigt – vier Vorfälle in fünf Wochen

Am Gedenkort für die Opfer des Anschlags beim Christopher Street Day im Berliner Tiergarten sind binnen fünf Wochen vier Beschädigungen registriert worden. Bezirksamt Mitte und Polizei sprechen von einem anhaltenden Konflikt um den Erinnerungsort.

Am Gedenkort für die Opfer des Anschlags beim Christopher Street Day im Berliner Tiergarten ist es binnen fünf Wochen zu vier Beschädigungen gekommen. Nach Angaben des Bezirksamts Mitte wurde die Regenbogenbank in der Woche vor dem 9. Oktober 2026 erneut beschädigt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen eines möglichen politisch motivierten Hintergrunds.

Die Regenbogenbank war am 26. Juli 2026 als sichtbares Zeichen der Solidarität aufgestellt worden. Am 1. September 2026 wurde die Bank nach Angaben des Bezirksamts zerstört, anschließend neu angefertigt und wieder montiert. Seither wurden weitere Beschädigungen festgestellt. Darüber hinaus wurde ein neu gepflanzter Ahornbaum, Teil der Gestaltung des Gedenkortes, im September mehrfach herausgerissen.

Das Bezirksamt Mitte spricht von einem anhaltenden Konflikt um den Erinnerungsort. Der polizeiliche Staatsschutz der Polizei Berlin führt die Ermittlungen und prüft, ob eine politische Motivation vorliegt. Konkrete Tatverdächtige oder Festnahmen lagen zuletzt nicht vor. Die Polizei bat Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.

Der Gedenkort im Tiergarten erinnert an die Opfer und Verletzten des Anschlags beim Christopher Street Day. Das Bezirksamt betont, man werde die Schäden zeitnah beheben und in Abstimmung mit der Polizei zusätzliche Sicherungsmaßnahmen prüfen. Ziel sei es, die Sichtbarkeit und Unversehrtheit des Ortes zu gewährleisten, ohne die Zugänglichkeit einzuschränken.

Die wiederholten Vorfälle werden in der Berliner Verwaltung als Signal gewertet, dass der Gedenkort zum Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen geworden ist. Während das Bezirksamt den Ort als öffentliches Zeichen gegen Queerfeindlichkeit versteht, sehen die Ermittler die Einordnung des Motivs als offen und ergebnisabhängig. Aussagen zu möglichen Tätergruppen trafen weder Polizei noch Bezirksamt.

Für die weitere Sicherung des Gedenkortes erwägt der Bezirk nach eigener Darstellung technische Anpassungen an der Regenbogenbank und eine engere Abstimmung mit der Grünflächenverwaltung. Belastbare Entscheidungen dazu wurden noch nicht bekanntgegeben. Der Betrieb des Gedenkortes in Berlin-Mitte soll uneingeschränkt fortgesetzt werden.

Die Behörden kündigten an, über Ermittlungsfortschritte und Reparaturen zu informieren. Bis dahin bleibt der Ort als Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum erhalten; Beschädigungen werden dokumentiert und zeitnah instand gesetzt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk