Aktuell

Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt stockt – Parteien sondieren ohne AfD

Fünf Tage nach der Landtagswahl bleibt die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt offen. AfD ist laut vorläufigem Stand stärkste Kraft, Koalitionen mit ihr lehnen CDU, SPD, Grüne und Linke ab; das Bündnis Sahra Wagenknecht könnte zur…

In Sachsen-Anhalt ist die Regierungsbildung auch am 11. September 2026 offen. Nach der Landtagswahl vom 6. September liegt die Alternative für Deutschland laut vorläufigem Stand vorn. Eine tragfähige Mehrheit ohne die AfD zeichnet sich bislang nicht ab. CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben eine Zusammenarbeit mit der AfD erneut ausgeschlossen.

Damit rückt das Bündnis Sahra Wagenknecht in den Fokus. Das BSW zieht in den neuen Landtag von Sachsen-Anhalt ein und könnte für Mehrheiten bei Sondierungen oder für eine Tolerierung ausschlaggebend werden. Gleichzeitig bekräftigen CDU, SPD und Grüne, dass sie keine Gespräche mit der AfD führen. Offene Optionen sind daher Sondierungen für eine Minderheitsregierung, wechselnde Mehrheiten im Parlament oder Absprachen zu einzelnen Projekten. Die bisherigen Koalitionspartner CDU, SPD und FDP können ihre Konstellation nicht fortsetzen; nach aktuellem Stand ist die FDP nicht mehr im Landtag vertreten.

Die Landeswahlleitung bestätigt den Auszählungsstand und verweist auf die nächsten verfahrensmäßigen Schritte bis zur Konstituierung des Parlaments in Magdeburg. Erst mit der Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag von Sachsen-Anhalt entscheidet sich die neue Regierung. Bis dahin führen die Fraktionen interne Beratungen und klären mögliche Schnittmengen in der Sachpolitik.

Politisch umstritten bleibt, ob in der aktuellen Lage eine Minderheitsregierung arbeitsfähig wäre. Befürworter verweisen auf Chancen für stärker projektbezogene Politik, Kritiker auf die Gefahr instabiler Mehrheiten. Beobachter erwarten, dass vor allem Haushalts-, Bildungs-, Integrations- und Sicherheitsfragen früh im Zentrum der Verhandlungen stehen werden. Festgelegt ist bislang nur, dass die Parteien in den kommenden Tagen ihre Sondierungsteams benennen und getrennt voneinander erste Gespräche führen wollen. Konkrete Termine oder fest vereinbarte Gesprächsformate wurden am 11. September nicht bekanntgegeben.

Faktisch gesichert sind der Wahltermin am 6. September 2026, der vorläufige Vorsprung der AfD und die Absage von CDU, SPD und Grünen an Koalitionsgespräche mit der AfD. Alle weitergehenden Szenarien – von einer Minderheitsregierung bis zu projektbezogenen Absprachen – sind politische Bewertungen, die vom weiteren Verlauf der Sondierungen abhängen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk