Das Bistum Dresden-Meißen hat im Juli 2026 entschieden, das Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno aus wirtschaftlichen Gründen nicht über den 31. Juli 2027 hinaus in eigener Trägerschaft zu betreiben. Seither wächst in der Region die Sorge, dass das Ensemble bei Bautzen in der Oberlausitz nach einem Auslaufen des Betriebs leer stehen könnte. Mitarbeitende, Anwohner sowie Vertreter aus Kommunen und Kultur warnen vor negativen Folgen für Bildungsangebote, Tourismus und das lokale Vereinsleben.
Das Bildungsgut ist in einer ehemaligen Gutssiedlung bei Bautzen untergebracht und wird seit Jahrzehnten als Tagungs- und Bildungsstätte genutzt. Es bietet Seminare der Erwachsenenbildung, Übernachtungen und kulturelle Veranstaltungen. Die Anlage umfasst ein Herrenhaus, eine Kapelle, Gastronomieräume und Parkflächen und gilt als ortsbildprägendes Denkmal. In der Region wird zudem auf die Bedeutung des Hauses für die Pflege sorbischer Kultur hingewiesen.
Nach Angaben des Eigentümers, des Bistums Dresden-Meißen, sind anhaltende Defizite der Grund für den Schritt. Konkrete Verlustzahlen hat das Bistum öffentlich nicht im Detail ausgewiesen. Klar ist: Ohne neuen Betreiber oder ein tragfähiges Nutzungskonzept endet die kirchliche Trägerschaft zum 31. Juli 2027. Rechtlich kommen Verkauf, Verpachtung oder die Übertragung an eine andere Trägerschaft in Betracht. Interessenten müssten neben der Wirtschaftlichkeit auch den Denkmalstatus und den Erhalt von Bildungs- und Kulturangeboten berücksichtigen.
Vor Ort werden mehrere Optionen diskutiert. Kommunalvertreter und zivilgesellschaftliche Akteure werben für eine zügige, transparente Suche nach einem Nachfolger und für die Prüfung von Fördermöglichkeiten auf Ebene des Freistaats Sachsen. Die Stadt Bautzen führt das Haus weiterhin in ihren Gastgeberverzeichnissen und betont dessen Bedeutung für die Region und ihre Netzwerke.
Tatsache ist, dass die Zeit bis Mitte 2027 für Verhandlungen und eine mögliche Übergabe knapp bemessen ist. Zugeschrieben wird lokalen Initiativen der Wunsch, den Betrieb in irgendeiner Form aufrechtzuerhalten, um Leerstand und Substanzverlust zu verhindern. Ob und wann sich ein neuer Träger verbindlich findet, ist offen. Prognosen über den weiteren Betrieb sind derzeit spekulativ; entscheidend wird sein, ob tragfähige Konzepte die laufenden Kosten decken und das Profil des Hauses als Bildungs- und Kulturort sichern können.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).