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Regionalbahn erfasst Transporter in Lohne – Fahrer lebensgefährlich verletzt

Bei einer Kollision an einem unbeschrankten Bahnübergang in Lohne wurde ein 43-jähriger Transporterfahrer lebensgefährlich verletzt. Rund 70 Fahrgäste der Regionalbahn blieben unverletzt.

In Lohne im Landkreis Vechta ist am Dienstag, 22. September 2026, ein Kleintransporter an einem unbeschrankten Bahnübergang von einer Regionalbahn erfasst worden. Der Unfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr im Ortsteil Krimpenfort am Bäckerweg. Der 43-jährige Fahrer des Transporters wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Osnabrück geflogen. Nach Polizeiangaben blieben der Triebfahrzeugführer und etwa 70 Fahrgäste unverletzt.

Nach ersten Ermittlungen wollte der Transporterfahrer den nur mit einem Andreaskreuz gesicherten Übergang queren, als sich eine Regionalbahn der Nordwestbahn auf der Strecke in Richtung Bremen näherte. Die Kollision schleuderte den Transporter von den Gleisen in den Seitenraum. An der Front und an der Seite des Triebfahrzeugs entstand erheblicher Sachschaden; der Transporter wurde total beschädigt.

Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Bundespolizei sowie Mitarbeitende der Nordwestbahn und der Deutschen Bahn sicherten die Unfallstelle und betreuten Betroffene. Die Bahnstrecke war zunächst gesperrt. Nach einer technischen Überprüfung setzte ein Ersatzführer den Zug gegen 17:45 Uhr bis zum Bahnhof Vechta fort. Weitere Personenschäden traten nicht auf.

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Aussagen zur Entstehung stützen sich bislang auf erste Erkenntnisse vom Einsatzort und werden weiter geprüft. Ob der Fahrer vor dem Überqueren der Gleise anhalten konnte oder ob Sicht- oder Akustiksignale eine Rolle spielten, ist noch unklar. Konkrete haftungs- oder strafrechtliche Bewertungen liegen nicht vor.

Bahnübergänge ohne technische Sicherungen wie Halbschranken oder Lichtzeichen sind in Niedersachsen regelmäßig Gegenstand sicherheitspolitischer Debatten. Fachbehörden und Kommunen prüfen Nachrüstungen insbesondere an Übergängen mit hohem Verkehrsaufkommen oder eingeschränkten Sichtverhältnissen. Ob für den Übergang am Bäckerweg Maßnahmen geplant waren, ist derzeit nicht bekannt.

Die Polizei bittet mögliche Zeuginnen und Zeugen, Beobachtungen zur Annäherung des Zuges und zur Fahrweise des Transporters vor der Kollision zu melden. Weitere Informationen will die Behörde nach Auswertung der Spuren und der Fahrzeugdaten veröffentlichen. Für die Fahrgäste der betroffenen Verbindung kündigte die Nordwestbahn Unterstützung bei Anschlussverbindungen an.

Der Bahnverkehr auf der Strecke normalisierte sich nach ersten Angaben schrittweise, sobald die technische Freigabe vorlag. Genauere Angaben zur Höhe des Sachschadens und zur Dauer der Sperrung stehen noch aus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen