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Reiche: Trotz niedriger Speicher kein Gasmangel im Winter

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht Deutschland trotz vergleichsweise niedriger Gasspeicher vor einem sicheren Winter. Sie kündigt zusätzliche Vorsorge über die staatliche SEFE an.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat Befürchtungen eines Gasengpasses für den Winter 2026/2027 zurückgewiesen. Deutschland sei für die Heizsaison gerüstet, sagte sie der Süddeutschen Zeitung. In den Speichern liege mehr Gas, als in sehr kalten Jahren benötigt worden sei. Zugleich kündigte sie an, die staatliche Gesellschaft SEFE zu beauftragen, zusätzliches Erdgas einzulagern und eine strategische Reserve aufzubauen, um mögliche Störungen abzufedern.

Nach aktuellen Angaben bewegen sich die Füllstände der deutschen Gasspeicher Anfang Oktober auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau von rund 59 Prozent. Branchenanalysten verweisen indes darauf, dass Prozentwerte allein wenig aussagen: Für die Versorgungssicherheit maßgeblich seien die verfügbaren Terawattstunden, die Entnahmeraten an kalten Tagen, vertraglich gesicherte Liefermengen sowie die Lage an den Terminmärkten. Auch Wetterverlauf und die Verfügbarkeit von Flüssigerdgas spielen eine Rolle.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellte die angekündigten Schritte als Teil eines Pakets dar, das Marktanreize für das Einspeichern stärken und zugleich staatliche Vorsorge sicherstellen soll. Konkrete Zielmengen für die Reserve nannte das Ministerium bislang nicht. Reiche betonte, die Maßnahmen seien mit der Bundesregierung abgestimmt. Sie verwies zudem auf bestehende Notfallpläne und die Rechtsgrundlagen im Energiesicherungsgesetz, die im Fall größerer Versorgungsstörungen Eingriffe in den Markt erlauben.

Aus der Energiewirtschaft kommt Unterstützung für zusätzliche Vorsorge, zugleich aber Kritik an Marktbedingungen, die das private Einspeichern unattraktiv machten. Höhere internationale LNG-Preise und die Wettbewerbslage könnten demnach dazu führen, dass der Staat stärker als Käufer und Speicherfüller auftreten muss. Energieökonomen warnen, dass die Versorgungslage im Winter dynamisch sei: Selbst gut gefüllte Speicher garantierten keine lückenlose Versorgung, wenn gleichzeitig Kälteperioden, Störungen an Importrouten und Preisspitzen zusammentreffen.

Gesichert ist: Reiche erklärt, es drohe kein Gasmangel; die gemeldeten Speicherstände liegen unter langfristigen Zielmarken; unklar bleiben Umfang und Zeitplan der angekündigten Reserve. Die weitere Beurteilung hängt von tagesaktuellen Daten der AGSI+, den Beschlüssen der SEFE und neuen Mitteilungen des Bundeswirtschaftsministeriums ab. Bis dahin bleibt die politische Bewertung der Lage eine Abwägung zwischen vorsorglicher Risikoabsicherung und Marktmechanismen, die das Speichern und Beschaffen von Gas in der frühen Heizsaison beeinflussen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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