Auf der A63 bei Albig ist am 19. Oktober 2026 gegen 16:30 Uhr der Auflieger eines Sattelzugs nach einem Reifenplatzer vollständig ausgebrannt. Nach Angaben der Verkehrsdirektion Mainz gelang es dem 38-jährigen Fahrer, die Zugmaschine rechtzeitig vom brennenden Auflieger abzukoppeln und so vor den Flammen zu bewahren. Die Ladung – rund 23 Tonnen Dosenmais – wurde zerstört.
Für die Löscharbeiten und die anschließende Bergung sperrte die Polizei die A63 in Fahrtrichtung Mainz zunächst voll. Die Vollsperrung dauerte nach Polizeiangaben etwa 30 Minuten; anschließend wurde der Verkehr über den Ausfädelungsstreifen am Autobahnkreuz Alzey an der Einsatzstelle vorbeigeleitet. Im Einsatz waren die Feuerwehr Alzey, Kräfte der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim, ein Rettungswagen sowie Mitarbeitende der Autobahnmeisterei Gau-Bickelheim. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Die Polizei berichtet, dass während der Löscharbeiten mehrere Autofahrer Absperrungen umfahren und damit den Arbeitsbereich der Feuerwehr befahren haben. Diese Personen wurden kontrolliert und müssen mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen rechnen. Konkrete Bußgeldhöhen nannte die Polizei nicht.
Zur Ursache des Reifenplatzers liegen bislang keine abschließenden Erkenntnisse vor. Bei Nutzfahrzeugen kommen dafür in der Regel mehrere Faktoren infrage, etwa Materialermüdung, Überlast oder falscher Reifendruck. Die Ermittlungen zur technischen Ursache sowie zur Verkehrssicherheit des betroffenen Fahrzeugs führt die Verkehrsdirektion Mainz. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor.
Für den Verkehr hatte der Brand vor allem am späten Nachmittag spürbare Folgen. Durch die kurzfristige Vollsperrung kam es auf der A63 und auf den Zubringern im Raum Alzey zu Verzögerungen. Die schnelle Abkopplung des Anhängers durch den Fahrer verhinderte nach Behördenangaben ein Übergreifen des Feuers auf die Zugmaschine und damit einen größeren Schaden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in den Abend; ausgelaufene Betriebsstoffe wurden aufgenommen und die Fahrbahn gereinigt.
Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an Verkehrsteilnehmer, Absperrungen strikt zu beachten und Rettungskräften an Einsatzstellen freie Fahrt zu gewähren. Zuwiderhandlungen behindern die Arbeit der Feuerwehr und erhöhen das Risiko weiterer Unfälle. Weitere Informationen zu dem Vorfall will die Verkehrsdirektion Mainz nach Abschluss der technischen Untersuchung veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).