Rheinland-Pfalz hat am Samstag, dem 26. September 2026, den zweiten landesweiten Übungstag für den Brand- und Katastrophenschutz durchgeführt. Nach Angaben des Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) beteiligten sich mehr als 5.000 Einsatzkräfte an rund 100 lokal und regional angesetzten Lagen. Geprobt wurde ein großflächiges Starkregenereignis mit Folgeeinsätzen wie Wasser- und Technikhilfe, Verkehrsabsicherungen sowie Versorgung und Unterbringung Betroffener.
Im Mittelpunkt standen die Kommunikations- und Meldewege zwischen Integrierten Leitstellen, Landkreisen und der Landesebene. Die Katastrophenschutzstäbe sollten in Echtzeit Lagebilder abgleichen, den Ressourcenbedarf einschätzen und Maßnahmen vorbereiten. Ziel war es, das Zusammenwirken von Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Fachbehörden und weiteren Partnern des Katastrophenschutzes unter einem einheitlichen Rahmenszenario zu prüfen.
Das LfBK ordnete den Übungstag als Fortsetzung eines 2025 gestarteten Formats ein. Der landesweite Termin ist seither jährlich auf den letzten Samstag im September gelegt. Die Landesbehörde betonte, dass wiederkehrende Übungen helfen sollen, Schnittstellen zu identifizieren, Führungsprozesse zu schärfen und Abläufe zu verbessern. Konkrete Bewertungen zur Wirksamkeit und zu identifizierten Defiziten kündigte das Amt für die Auswertung im Nachgang an.
Das Rahmenszenario beschrieb eine schnell ziehende Kaltfront mit starken Niederschlägen. Daraus abgeleitete Aufträge reichten von Pumparbeiten und technischen Hilfeleistungen über logistische Aufgaben bis zur Koordination großräumiger Verkehrslenkung. Die Übungsleitungen achteten darauf, die Meldeketten so zu belasten, dass Engpässe sichtbar werden und Priorisierungen geübt werden können. Auch die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und die Einbindung landesweiter Führungsstrukturen wurden getestet.
Hintergrund ist eine längerfristige Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes in Rheinland-Pfalz. Das Land hat seit 2025 organisatorische und rechtliche Weichen gestellt, um auf die Zunahme wetterbedingter Extremereignisse zu reagieren. In Landtag und Verwaltungspublikationen wurden zuletzt Zuständigkeiten, Ausstattung und Finanzierung des Katastrophenschutzes beraten. Der aktuelle Übungstag diente dazu, diese Strukturen unter Realbedingungen zu erproben.
Die Angaben beruhen auf Mitteilungen des Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz und flankierenden Informationen des Innenministeriums sowie Berichten regionaler Medien. Darüber hinausgehende Schlussfolgerungen zu Kosten, Verantwortlichkeiten oder künftigen Reformschritten bleiben der Auswertung der Übungsnachbereitung vorbehalten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).