Am Samstag, 12. September 2026, beginnt entlang des Rheins und zahlreicher Nebenflüsse der diesjährige RhineCleanUp. Organisatoren und Behörden rufen Freiwillige zum Sammeln von Müll auf – und warnen zugleich vor besonderen Risiken. Der anhaltend niedrige Wasserstand legt Uferbereiche frei, die sonst unzugänglich sind, und bringt vermehrt größere, teils scharfkantige Gegenstände sowie vereinzelt auch Munitionsreste zum Vorschein. Gefährliche Funde sollen nicht bewegt, sondern umgehend der Polizei gemeldet werden.
Die Initiative hat Abläufe an die Lage angepasst. Ortsgruppen sollen gefährdete Abschnitte vorab begehen, Sammelzonen klar markieren und auf persönliche Schutzausrüstung bestehen. Wo sich Ein- und Ausstiege an den Ufern verlagert haben, werden mobile Sammelstellen und Abholrouten mit Kommunen und Entsorgern flexibel abgestimmt. Ziel ist, das erhöhte Müllaufkommen sicher zu bewältigen und zugleich unübersichtliche Situationen an steilen oder instabilen Böschungen zu vermeiden.
Fachleute weisen darauf hin, dass Niedrigwasser Altlasten aus Jahrzehnten freilegt. Ungeübtes Hantieren an Uferabbrüchen kann zu Unfällen führen; Kinder und unbegleitete Personen sollten riskante Bereiche meiden. Neben Schnitten durch Metallteile oder Glas drohen Verletzungen durch Drahtseile, Haken oder Schrott. Bei unklaren Funden empfehlen Behörden die Kontaktaufnahme mit der Polizei oder der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, die gegebenenfalls Spezialkräfte hinzuzieht.
Für Freiwillige gelten einfache, aber verbindliche Grundsätze: feste, rutschfeste Schuhe, robuste Handschuhe, witterungsangepasste Kleidung und die Beachtung lokaler Hinweise der Einsatzleitungen. Größere oder stark verschlammte Objekte werden idealerweise markiert und von geschulten Teams oder dem Entsorger geborgen. Der Grundsatz Sicherheit vor Schnelligkeit hat Vorrang; Sammelaktionen sollen durch kurze Wege, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Pausen strukturiert werden.
Die Organisatoren betonen, dass das ungewöhnliche Niedrigwasser den Reinigungseffekt einerseits verstärkt – weil besonders viel Altmüll erreichbar ist –, die Logistik andererseits anspruchsvoller macht. Kommunen entlang des Rheins unterstützen mit zusätzlicher Abfuhrkapazität, bereitgestellten Containern und Anlaufstellen für Rückfragen. Regionale Medien wie SWR und Tagesschau hatten in den vergangenen Tagen bereits auf die veränderten Bedingungen hingewiesen und Erfahrungen aus früheren Niedrigwasserphasen aufgegriffen. Aus den Hinweisen ergibt sich ein gemeinsamer Appell: Nur in ausgewiesenen Bereichen sammeln, Gefährliches liegen lassen, Funde dokumentieren und melden. So kann der Aktionstag ökologisch wirksam und zugleich sicher ablaufen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).