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Riesiges Nashorn eröffnet Ausstellung in der Nikolaikirche Zeitz

In Zeitz ist Itamar Govs Installation RHINO on TOUR eröffnet worden. Das weiße Nashorn bleibt bis 13. September zu sehen, der Eintritt ist frei.

In Zeitz ist am 30. August 2026 die Installation RHINO on TOUR in der Nikolaikirche Zeitz eröffnet worden. Das überlebensgroße weiße Nashorn des Künstlers Itamar Gov ist dort bis zum 13. September 2026 zu sehen; nach Angaben der Veranstalter ist der Eintritt frei.

Die Arbeit knüpft an Eugène Ionescos Theaterstück Die Nashörner an und versteht sich als politischer Kommentar. Nach Informationen des Kunstmuseum Magdeburg warnt das Projekt vor schleichender Konformität und erinnert daran, dass Demokratie Aufmerksamkeit, Widerspruchsfähigkeit und eigenständiges Denken verlangt. Diese Einordnung wird in regionalen Berichten übereinstimmend wiedergegeben; sie beschreibt die beabsichtigte Wirkung der Installation und ist keine parteipolitische Aussage.

RHINO on TOUR ist als Wanderausstellung in Sachsen-Anhalt konzipiert. Vor der Station in Zeitz war das Werk im Sommer bereits in Magdeburg und Halle zu sehen; weitere Auftritte in auffälligen sakralen oder industriellen Räumen gehörten zum Programm. Die kuratorische Idee setzt auf die Reibung zwischen dem monumentalen Tierkörper und ungewöhnlichen Orten: Die so entstehende Dissonanz soll Gespräche über gesellschaftliche Werte, Verantwortung und Zivilität anstoßen, auch jenseits klassischer Museumskontexte.

In Zeitz ergänzt die Installation das Kunstfest Zeitz, das vom 21. bis 30. August 2026 stattfand. Mit der Ausstellung wird der Festivalzeitraum in die Stadtgesellschaft hinein verlängert. Angaben zu Öffnungszeiten und Begleitprogramm veröffentlichen die Nikolaikirche Zeitz und regionale Medien fortlaufend.

Der israelische Künstler Itamar Gov arbeitet seit Jahren an Projekten, die kollektive Erinnerung, politische Sprache und kulturelle Symbole befragen. Das weiße Nashorn fungiert dabei als Bildträger: Es ist bekannt genug, um sofort erkannt zu werden, und zugleich fremd genug, um in Kirchenräumen, Industriehallen oder auf Plätzen Irritation zu erzeugen. Aus dieser Irritation bezieht das Projekt seine öffentliche Wirkung.

Mit der Eröffnung in Zeitz erhält die Tour einen weiteren Akzent in Sachsen-Anhalt. Der regionale Zuschnitt, die freie Zugänglichkeit und die prominente Platzierung in der Nikolaikirche zielen darauf, ein breites Publikum zu erreichen. Die Ausstellungsmacher betonen, dass der Diskurscharakter der Arbeit im Vordergrund steht: Die Installation soll Wahrnehmung schärfen und Widerspruchsfreude fördern – ohne didaktische Vorgaben, aber mit klarer Einladung zum Gespräch.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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