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Robert Koch-Institut: Erkältungssaison in Mitteldeutschland beginnt

Das Robert Koch-Institut meldet Anfang Oktober einen Anstieg akuter Atemwegsinfektionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Rhinoviren dominieren, Influenza und SARS-CoV-2 steigen moderat.

Kurzmeldung

Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet zum Beginn des Herbstes eine Zunahme akuter Atemwegserkrankungen in Mitteldeutschland. Daten aus der RKI-Surveillance zeigen für Anfang Oktober 2026 eine erhöhte Aktivität vor allem von Rhino- und Enteroviren; zusätzlich sind respiratorische Synzytialviren (RSV), Influenzaviren und SARS-CoV-2 in den Meldesystemen wieder häufiger nachweisbar. Kliniken und Hausarztpraxen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen berichten gleichermaßen von mehr Patientinnen und Patienten mit Husten, Schnupfen und Fieber.

Die RKI-Wochenberichte ordnen die Lage epidemiologisch derzeit als zunehmend, aber insgesamt noch moderat ein: Auf Bevölkerungsebene und im ambulanten Bereich wird eine leichte Zunahme registriert, im stationären Bereich sind Belastung und Hospitalisierungen bislang noch gering. Rhinoviren bestimmen üblicherweise den Saisonbeginn, Influenza und schwere RSV-Verläufe betreffen häufiger ältere Menschen und Säuglinge beziehungsweise Kleinkinder. Die Dynamik kann regional und nach Altersgruppen stark variieren.

Gesundheitsämter und Fachgremien empfehlen deshalb, bewährte Schutzmaßnahmen zu beachten: sorgfältige Händehygiene, Abstand und das Meiden von Kontakten bei akuten Symptomen sowie freiwilliges Maskentragen in Innenräumen für besonders Gefährdete. Für Risikogruppen rät die Ständige Impfkommission zu einer saisonalen Grippeschutzimpfung; zusätzlicher RSV-Schutz steht für bestimmte vulnerable Gruppen zur Verfügung.

Das RKI betont, dass der weitere Verlauf von mehreren Faktoren abhängt, darunter die Viruszirkulation, das Verhalten bei Innenaufenthalten in der kühleren Jahreszeit und die Impfquote. Ein gradueller Anstieg der Fallzahlen in den kommenden Wochen wird erwartet, ein plötzlicher, flächendeckender Belastungssprung für Krankenhäuser ist gegenwärtig nicht belegt. Behörden und Praxen beobachten die Meldedaten weiterhin eng und passen Empfehlungen bei Bedarf an.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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