Hamburg

Rund 30 Boote protestieren auf der Süderelbe gegen AfD-Auftritt in Harburg

Auf der Süderelbe bildeten rund 30 Boote einen Protestkorso gegen einen AfD-Auftritt in Harburg. Laut NDR nahmen etwa 130 Menschen teil.

Rund 30 Segel- und Motorboote sowie mehrere Kajaks haben am Samstag auf der Süderelbe einen Protestkorso unter dem Motto Boote gegen Rechts gebildet. Nach Angaben des Norddeutscher Rundfunk (NDR) beteiligten sich etwa 130 Menschen. Der Korso richtete sich gegen einen Auftritt der AfD in Harburg und wurde von lokalen Initiativen getragen.

Die Boote fuhren vom Bereich der Süderelbe über die Hafenschleuse in den Harburger Binnenhafen. Auf Bannern und Fahnen war zu Themen wie Solidarität und Vielfalt aufgerufen. Nach NDR-Berichterstattung verlief die Wasseraktion störungsfrei. Angaben zu Straftaten oder nennenswerten Polizeieinsätzen lagen am Samstag nicht vor.

Organisatorisch stützte sich die Aktion auf ein lokales Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen. In Veranstaltungsankündigungen wurde die Wasserroute beschrieben und der friedliche Charakter der Demonstration hervorgehoben. Initiativen aus Harburg hatten im Vorfeld auf erneut sichtbare Proteste gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Hamburg verwiesen und die symbolische Wirkung eines Korsos auf den Wasserwegen betont.

Die Resonanz am Ufer war nach Augenzeugenberichten freundlich; einzelne Hausboote im Harburger Binnenhafen zeigten ebenfalls Transparente. Für viele Teilnehmende ist die Wasseraktion eine Ergänzung zu Demonstrationen an Land, die in Hamburg seit Monaten wiederholt gegen entsprechende Positionen mobilisieren. Die politische Wirkung solcher Symbole hängt von der weiteren öffentlichen und politischen Reaktion ab; darüber lagen am Tag des Korsos noch keine belastbaren Einschätzungen vor.

Der konkrete Anlass im Stadtteil Harburg erklärt die Wahl der Route über die Süderelbe und in den Binnenhafen. Der Korso reiht sich in eine Serie maritimer Protestformen ein, die in der Hansestadt bereits mehrfach genutzt wurden, wenn lokale Ereignisse und Debatten an den Wasserlagen sichtbar gemacht werden sollten. Nach Angaben der Organisatoren zielte die Aktion auf eine klare Abgrenzung gegenüber Rechtsextremismus, ohne dabei die Sicherheit auf dem Wasser zu gefährden; entsprechende Hinweise zur Ausrüstung und zu Abständen waren im Vorfeld verbreitet worden.

Die Veranstalter kündigten an, die Vernetzung lokaler Gruppen fortzusetzen. Ob sich aus dem Korso weitere Formate ergeben, blieb offen. Der NDR dokumentierte den Ablauf am Samstag in einem Video, das die Route über die Hafenschleuse und die Zusammensetzung der Flotte aus Segel- und Motorbooten sowie Kajaks zeigt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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