In der Nacht zum 24. September ist Kiew nach übereinstimmenden Angaben der Stadtverwaltung und der ukrainischen Luftwaffe erneut mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Kurz nach ein Uhr Ortszeit heulten Luftalarmsirenen in der Hauptstadt und in mehreren Regionen der Ukraine. In Kiew wurden zahlreiche Explosionen gemeldet.
Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass Einsatzkräfte in mehreren Stadtbezirken ausrückten. Aus ersten behördlichen Berichten ging hervor, dass Trümmer in verschiedenen Vierteln niedergegangen seien; Rettungsteams wurden unter anderem in Solomjanskyj, Sviatoschynskyj, Podilskyj und Dniprowskyj eingesetzt. Die Kiewer Behörden sprachen zunächst von mindestens einem Toten und zwei Verletzten. Diese Angaben sind vorläufig und können sich im Zuge weiterer Erhebungen ändern.
Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht vor ballistischen Bedrohungen und schrieb die Angriffe nach derzeitiger Einschätzung russischen Abschüssen aus den Regionen Kursk, Brjansk und Rostow zu. Zugleich berichtete sie von aktivierter Luftverteidigung über der Hauptstadtregion. Unabhängige Bestätigungen zu Typen und Routen der eingesetzten Waffen lagen in der Nacht noch nicht vor.
Nach dem bisherigen Lagebild wurden Gebäude durch Trümmer beschädigt. Angaben zu großflächigen Ausfällen kritischer Infrastruktur gab es bis zum frühen Morgen nicht. Bilder und Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten, zeigten Alarmierungen, Gefahreneinsätze und Brände; sie lassen sich ohne amtliche Verifizierung jedoch nicht abschließend bewerten.
Die Angriffe fügen sich in eine Serie heftiger russischer Raketen- und Drohnenangriffe der vergangenen Wochen ein, bei denen immer wieder auch zivile Ziele in der Ukraine betroffen waren. Die ukrainische Führung fordert seit Langem zusätzliche Mittel zur Luftverteidigung, um Ballistik- und Gleitbombenangriffe abzuwehren und die Reparaturphasen kritischer Infrastruktur über den Herbst abzusichern. Westliche Partnerstaaten hatten wiederholt weitere Unterstützung in Aussicht gestellt; konkrete neue Zusagen im Zusammenhang mit der jüngsten Angriffswelle lagen in der Nacht nicht vor.
Die hier wiedergegebenen Angaben beruhen auf Mitteilungen der Stadtverwaltung Kiews und der ukrainischen Luftwaffe, ergänzt um Deckungsberichte internationaler Nachrichtenagenturen. Offizielle, abschließende Schadensbilanzen stehen noch aus. Behörden kündigten weitere Informationen im Laufe des Tages an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).