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Sachsen-Anhalts neuer Landeskommandeur warnt vor Cyberangriffen und hybriden Bedrohungen

Oberst Sven Jahn, seit Anfang November Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, mahnt in einem Interview mit MDR Sachsen-Anhalt mehr Zusammenarbeit gegen Cyberangriffe und hybride Bedrohungen an.

Magdeburg, 5. November 2026 – Oberst Sven Jahn, neuer Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, warnt vor einer Zunahme von Cyberangriffen und hybriden Bedrohungen. In seinem ersten öffentlichen Interview mit MDR Sachsen-Anhalt betonte er, die Sicherheitslage verlange engere Abstimmung zwischen Bundeswehr, Landesbehörden, Kommunen und Betreibern kritischer Infrastrukturen.

Jahn sagte, Angriffe im digitalen und informationsbezogenen Raum nähmen an Professionalität und Frequenz zu. Die Bundeswehr könne im Rahmen ihres Auftrags Expertise einbringen, Übungen begleiten und die zivilen Partner beraten. Er stellte zugleich klar, dass Strafverfolgung und Gefahrenabwehr bei konkreten Vorfällen in der Zuständigkeit der Polizeibehörden und des Landeskriminalamts liegen.

Das Landeskommando Sachsen-Anhalt mit Sitz in Magdeburg ist die territoriale Kommandobehörde der Bundeswehr im Land. Jahn hat das Kommando Anfang November übernommen. Sein Appell fügt sich in Prioritäten, die die Landesregierung bereits gesetzt hat: 2026 wurde ein Resilienzstab eingerichtet, und die Beteiligung des Landes an LÜKEX 2026 – einer länderübergreifenden Übung zu Krisenlagen – wurde Anfang November bestätigt. Behörden meldeten zudem eine Zunahme von IT-Sicherheitsvorfällen; Ermittlungen laufen weiter, unter anderem nach einem Sirenenalarm in Halle.

Jahn ordnete die Rolle der Bundeswehr als vernetzenden Akteur ein: Militärische Mittel allein reichten gegen Cyberangriffe und hybride Bedrohungen nicht aus. Notwendig seien abgestimmte Schutzkonzepte, gemeinsame Lagebilder und regelmäßige Übungen mit Betreibern kritischer Infrastrukturen. Er warb dafür, gesellschaftliche Verwundbarkeiten zu reduzieren, etwa durch robuste Kommunikationswege, Krisenvorsorge und verlässliche Informationskanäle.

Konkrete Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Angriffe nannte Jahn nicht. Seine Aussagen spiegeln eine Lageeinschätzung wider, die auch Bundesstellen und das Land teilen: Prävention, Resilienz und interinstitutionelle Kooperation gelten als wichtigste Pfeiler. Im Mittelpunkt stehen dabei technische Härtung, das Training von Abläufen und der schnellere Austausch relevanter Daten zwischen Bundeswehr, Verwaltung und Wirtschaft.

Offen bleibt, wie zügig angekündigte Maßnahmen praktisch greifen. Für Betreiber und Behörden wird entscheidend sein, Redundanzen aufzubauen, Zuständigkeiten zu klären und Meldewege zu vereinheitlichen. Damit sollen Reaktionszeiten verkürzt und Folgeschäden begrenzt werden – in Magdeburg ebenso wie in anderen Teilen des Landes.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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