Die Polizei schätzt den Schaden nach der Gasexplosion unter der B6-Brücke an der Nordstraße in Neustadt am Rübenberge auf rund 25 Millionen Euro. Bei Sondierungsarbeiten war am 23. September 2026 eine Hochdruckgasleitung beschädigt worden. Das ausströmende Gas entzündete sich, ein Lkw geriet in Brand, die Brückenkonstruktion wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Unmittelbar nach dem Vorfall sperrten die Behörden die Bundesstraße B6 sowie die darunter verlaufende Bahnstrecke Hannover–Bremen. Züge wurden umgeleitet oder fielen aus, einzelne Verbindungen passierten die Gefahrenstelle ohne Halt. Die Stadtverwaltung koordinierte gemeinsam mit der Betreiberin der Schieneninfrastruktur Sofortmaßnahmen zur Absicherung. Unabhängige Gutachter prüfen die Tragfähigkeit der Brücke; bis zum Abschluss der statischen Bewertungen bleibt sie vorläufig gesperrt.
Nach Angaben der Feuerwehr Neustadt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort. Ein zunächst gemeldeter Massenanfall von Verletzten wurde zurückgenommen. Größere Personenschäden bestätigten die Einsatzkräfte nicht. Mehrere umliegende Bereiche wurden vorsorglich geräumt, das Feuer unter der Brücke gelöscht und der Brandherd gesichert.
Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache. Nach bisherigem Stand führte das Zusammenwirken von Tiefbauarbeiten und dem anschließenden Austritt von Gas zur Explosion und zum Brand. Konkrete Aussagen zu Verantwortlichkeiten, Haftungsfragen oder möglichen Straftatbeständen liegen noch nicht vor. Auch beteiligte Unternehmen äußerten sich zunächst nicht.
Die Folgen treffen Straßen- und Schienenverkehr sowie die Planung für Instandsetzung oder möglichen Neubau. Die Stadtverwaltung rechnet mit längeren Einschränkungen. Eine Wiederfreigabe der Brücke ist erst nach belastbarer statischer Bewertung möglich. Die Schadenssumme von rund 25 Millionen Euro umfasst nach bisheriger Einschätzung behördlicher Stellen Kosten für Sicherung, Instandsetzung und Umleitungen sowie Schäden an Infrastruktur und Fahrzeugen. Terminpläne für Reparaturen oder Ersatzbauwerke werden erst nach Vorliegen der Gutachten erwartet.
Neben der technischen Klärung stehen Aspekte der Baustellen- und Arbeitssicherheit im Fokus. Die Ermittlungen sollen zeigen, ob sämtliche Vorgaben bei Sondierungsbohrungen eingehalten wurden und welche Schutzmaßnahmen gegen Leitungsbeschädigungen vorgesehen waren. Ergebnisse der Kriminalpolizei werden zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).