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Schellenberger Eishöhle wegen instabilem Eis geschlossen

Die Schellenberger Eishöhle am Untersberg ist seit 7. Oktober 2026 vorübergehend gesperrt. Auslöser sind verstärktes Tauen und ein gelockerter Eisbogen, die Führungen unsicher machen.

Marktschellenberg, 7. Oktober 2026 — Die Schellenberger Eishöhle am Untersberg im Berchtesgadener Land ist mit sofortiger Wirkung für Besucher geschlossen. Nach Angaben der Betreiber und des örtlich zuständigen Vereins fiel die Entscheidung am Mittwoch wegen verstärkten Tauens und der daraus resultierenden Instabilität zentraler Eisformationen. Besonders ein sichtbar gelockerter Eisbogen lasse Führungen derzeit nicht zu.

Die Sperrung greift unmittelbar in die laufende Besuchersaison ein. Bereits terminierte Führungen wurden abgesagt, der Zugang ist gesperrt. Die Verantwortlichen betonen, die Sicherheit der Gäste und der Führenden habe Vorrang. Bevor eine Wiederaufnahme des Betriebs in Betracht komme, seien Stabilitätsprüfungen und gegebenenfalls technische Sicherungen erforderlich. Einen Termin für eine mögliche Öffnung nannten die Verantwortlichen nicht und kündigten an, die Eisverhältnisse engmaschig zu beobachten.

Die Schellenberger Eishöhle gilt als die einzige erschlossene und für Besucher geöffnete Eishöhle Deutschlands. Sie liegt auf der Nordseite des Untersberg-Massivs oberhalb von Marktschellenberg und ist über Bergwege, unter anderem von der Toni-Lenz-Hütte aus, erreichbar. Der Schauhöhlenbetrieb wird in der Regel saisonal organisiert; die aktuelle Sperrung beendet die Besuchsmöglichkeiten vorzeitig.

Der Vorgang reiht sich in wiederholte Beobachtungen abnehmender Eismassen in Teilen der Höhle ein. Vergleichsfotos und Berichte aus den vergangenen Jahren dokumentieren Veränderungen im Eingangsbereich und in tieferen Höhlenteilen. Fachleute ordnen solche Entwicklungen in einen größeren klimatischen Kontext ein, verweisen jedoch darauf, dass lokale Bedingungen stark schwanken können und belastbare Aussagen langfristige Messreihen erfordern. Gesicherte Befunde zur aktuellen Lage betreffen vor allem die beobachtete Lockerung eines tragenden Eisbogen-Elements und die generelle Instabilität der Eisflächen.

Für die Gemeinde Marktschellenberg und den Tourismus im Berchtesgadener Land hat die Schließung unmittelbare Folgen. Die Gemeinde Marktschellenberg und regionale Informationsstellen wollen Besucher über die Sperrung unterrichten und auf alternative Ziele hinweisen. Zuständige Stellen begleiten die Maßnahmen mit Sicherheitsprüfungen; weitergehende behördliche Schritte sind nach derzeitigem Stand nicht angezeigt.

Als Betreiber und Ansprechpartner werden der Verein für Höhlenkunde in München und die Höhlenführungsteams genannt. Sie verweisen darauf, dass neue Informationen zum Zustand der Eismassen und zur Zugänglichkeit bekannt gegeben werden, sobald belastbare Ergebnisse aus den laufenden Sicherheitsprüfungen vorliegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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